Der Frühlingsdom im großen MOPO-Test: Adrenalin, Snacks und Nostalgie
Riesenrad, Achterbahn, Bier und Bratwurst: Mit welchen Kosten die Besucherinnen und Besucher des Hamburger Frühlingsdoms rechnen müssen, hat die MOPO am Eröffnungstag getestet.
Die Karussells drehen sich wieder: Am Freitagnachmittag hat der Frühlingsdom auf dem Heiligengeistfeld begonnen. Aus diesem Anlass hat sich die MOPO mit 50 Euro in der Tasche auf den Weg gemacht und getestet, wie weit man damit kommt.
Teuerste Fahrt auf dem Frühlingsdom
Den Besuch beginnen wir klassisch mit Adrenalin – taktisch vor dem Essen. Das Angebot an Achterbahnen ist groß. Der „Olympia Looping“ feiert nach 14 Jahren sein Comeback auf dem Dom. Gleichzeitig ist er das teuerste Fahrgeschäft dieses Jahr. Wer sich in die fünf Loopings traut, muss 12,50 Euro hinlegen. Dafür sitzt man dann aber auch in der größten transportablen Achterbahn der Welt. Normalerweise ist sie nur auf dem Oktoberfest, dem Wiener Prater und dem Londoner Winter Wonderland zu finden. Im Vergleich zu den Preisen dort ist es ein echtes Schnäppchen, versichert der Vertreter des Schaustellerverbandes, Robert Kirchhecker.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
- Alarm, Dreck, Chaos: Feuerwehrmann über dramatische Zustände in Flüchtlingsunterkunft
- Fahrschein, bitte: An welchen Bahnhöfen am häufigsten kontrolliert wird
- Feuer-Drama: Welche Rolle eine Kloschüssel bei der Rettung einer Familie spielte
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
- 16 Seiten Sport: HSV-Juwel Baldé im Fokus & Sky-Kommentator über St. Paulis Abstiegskampf
- 28 Seiten Plan 7: Eine Ausstellung wie „ein Tauchgang“ & ein aufwühlendes Stück an den Kammerspielen
Nach dem ersten Nervenkitzel geht es auf zu den Naschbuden: schokolierte Früchte – ein Muss auf dem Jahrmarkt. Wir entscheiden uns für Erdbeeren, die je nach Stand etwa 4,50 Euro kosten. Nun ist das Budget auf 33 Euro geschrumpft und wir haben noch viel vor.
Hamburg von oben – Loop 360° Panorama macht’s möglich
Eine Million Gäste erwartet Kirchhecker. Viele von ihnen werden auch beim Autoscooter einen Stopp einlegen. Eine Runde kostet etwa 3,50 Euro. Nun soll es hoch in die Luft gehen. Der Loop 360° Panorama feiert sein Dom-Debüt. Die Gondeln sind barrierefrei, sodass wirklich jede Person die Möglichkeit hat, Hamburg von oben zu bestaunen. Für 7,50 Euro geht es auf 71 Meter Höhe. Zurück am Boden zeigt der Kassensturz: nur noch 22 Euro im Geldbeutel!
Der knurrende Magen verlangt nach fettigem Jahrmarktessen. Eine Bratwurst vom Grill gibt es ab fünf Euro. Dazu ein frisch gezapftes Bier für 4,50 Euro. Auch Pizza, Pommes und Langos (frittierte Teigfladen) bewegen sich in dieser Preisklasse – also ist für jeden Geschmack etwas dabei. Satt und zufrieden lassen sich die restlichen 12,50 Euro guten Gewissens in einen Nachtisch investieren. Gebrannte Mandeln, eine Portion Schmalzgebäck oder doch ein Crêpe für ca. 4 Euro?
Das Angebot auf dem Dom ist groß
Da wir nach dem Essen nicht mehr so viel Action brauchen, lassen wir es nun etwas ruhiger angehen. Eine Runde Entenangeln, Ringe schießen oder Dosenwerfen für vier Euro motiviert uns, noch eine letzte Attraktion zu probieren. Für die restlichen 4,50 Euro können wir uns etwa die Nessy-Riesenschaukel, die Villa Wahnsinn oder klassisch das Riesenrad gönnen.
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Am Ende zeigt der Test vor allem eines: Ganz billig ist ein Dom-Besuch nicht – aber mit etwas Planung kommt man mit 50 Euro immer noch erstaunlich weit. Adrenalin, Snacks und ein bisschen Jahrmarkt-Nostalgie passen also weiterhin ins Budget, auch wenn man sich nicht mehr alles gönnen kann. Wer zwischendurch auf den Geldbeutel schaut, statt nur auf die blinkenden Lichter, erlebt trotzdem einen rundum gelungenen Dom-Tag.
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