Pro-Palästina-Transparente Moorweide Hamburg

Pro-Palästina-Transparente an der Moorweide (Archivbild)) Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

Erneutes Palästina-Camp in Hamburg: Jüdische Gemeinde übt scharfe Kritik

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Das geplante „NakbaCamp“ auf der Moorweide sorgt weiter für heftige Kritik. Nun meldet sich die Jüdische Gemeinde Hamburg mit deutlichen Worten – und fordert ein Einschreiten der Behörden.

Das für den 9. bis 16. Mai angekündigte Protestcamp „Bridges of Resistance“ auf der Moorweide dürfe an diesem Ort nicht stattfinden, heißt es in einem Schreiben an die Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft. Organisiert werde das Camp von Gruppen, „die nachweislich antisemitische Positionen vertreten“.

Besonders kritisiert die Gemeinde die Beteiligung der Gruppe Thawra Hamburg. Diese hatte laut Schreiben erst im März einen Antrag gegen ihre Beobachtung durch den Verfassungsschutz zurückgezogen, nachdem das Verwaltungsgericht Hinweise auf „Bestrebungen gegen den Gedanken der Völkerverständigung“ gesehen habe – unter anderem wegen der Befürwortung militärischer Aktionen von Hamas und Hisbollah gegen Israel.

Verweis auf historische Bedeutung der Moorweide

Die Jüdische Gemeinde verweist zudem auf die historische Bedeutung der Moorweide. Der „Platz der jüdischen Deportierten“ sei kein gewöhnlicher Versammlungsort. Von dort aus seien während der NS-Zeit Tausende Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma deportiert worden. „Dass ausgerechnet an diesem Ort ein Protestcamp solcher Gruppen errichtet werden soll, ist nicht hinnehmbar und stellt eine zynische Verhöhnung der Opfer der Schoa dar“, heißt es in dem Schreiben.

Die Gemeinde fordert deshalb, die Nutzung der Moorweide als Camp-Standort zu untersagen und die Versammlung an einen anderen Ort zu verlegen. Außerdem solle geprüft werden, politische Kundgebungen dort künftig generell auszuschließen.

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Bereits im vergangenen Jahr hatte ein pro-palästinensisches Camp auf der Moorweide bundesweit für Diskussionen gesorgt. Auch diesmal rechnen die Veranstalter mit Teilnehmern aus ganz Deutschland. (rei)

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