Er betreut Schulen, Ämter, Polizei: Streik bei Hamburgs wichtigstem IT-Dienstleister
Beschäftigte des IT-Dienstleisters Dataport legen am 5. März die Arbeit erneut nieder. Verdi erhöht vor der zweiten Verhandlungsrunde den Druck – ein Angebot der Arbeitgeber steht noch aus.
Am Donnerstag wird es bei dem IT-Dienstleister für die öffentliche Verwaltung in Hamburg zu einem ganztägigen Warnstreik kommen. Dazu ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) die Beschäftigten am 5. März auf. Anlass ist die zweite Verhandlungsrunde in den laufenden Tarifgesprächen. Nach Angaben der Gewerkschaft liegt bislang kein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite vor.
Zweite Verhandlungsrunde: Verdis Forderungen
Verdi fordert eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 400 Euro monatlich, zwei zusätzliche Urlaubstage (bisheriger Anspruch: 30 Tage plus freie Tage an Heiligabend und Silvester), höhere Schichtzulagen sowie eine um fünf Prozent erhöhte Jahressonderzahlung. Für Nachwuchskräfte verlangt die Gewerkschaft 200 Euro mehr Gehalt, die Bezahlung des Semestertickets für dual Studierende und drei zusätzliche freie Tage zur Prüfungsvorbereitung.
Die derzeit gültigen Tariflöhne bei Dataport findet man hier. Die Wochenarbeitszeit beträgt 38,7 Stunden, 15 Tage im Jahr dürfen die Angestellten aus dem Ausland arbeiten („Workation“), 80 Prozent können im Homeoffice absolviert werden.
„Das Arbeitspensum wird höher, die Projekte anspruchsvoller“
Martina Bornstein aus der Tarifkommission kritisiert den bisherigen Verlauf der Gespräche. Man erwarte in der zweiten Runde ein deutlich attraktiveres Angebot. Neben höheren Entgelten gehe es auch um Entlastung: „Das Arbeitspensum wird höher, die Projekte anspruchsvoller“.
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Die Streikenden treffen sich um 8.30 Uhr am Wikingerweg und ziehen anschließend zur Kundgebung vor dem Verhandlungsort am Berliner Bogen Conference Center. Der Dienstleister Dataport wird getragen von den Ländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein .
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