Elterntaxis, Neubauten und Uhus: Das passiert 2026 im Bezirk Altona
Lange hat’s gedauert, aber ab März 2026 sollen die ersten Schülerinnen und Schüler die Klassenräume im hochmodernen Struensee-Campus beziehen, drei Jahre später als geplant. Auch ein ganz besonderes Altonaer Bürogebäude ist bereit für die ersten Mieter, ein großes Bauprojekt für Wohnungen beginnt – und im Klövensteen werden erstmals seit vier Jahren die Uhus wieder zu sehen sein.
Drei neue Schulen: Der „Struensee-Campus“ für 2200 Schülerinnen und Schüler direkt an der S-Bahn Königstraße (Altona-Altstadt) ist einer der größten Schulneubauten Hamburgs: Die Grundschule „Ganztagsschule an der Elbe“, das „Struensee-Gymnasium“ und das „Deutsch-Französische Gymnasium“ ziehen am 16. März 2026 auf das neue Gelände. Endlich: Ursprünglich war Sommer 2023 als Einzugsdatum angekündigt. Die Gymnasien ziehen zunächst nur mit den Jahrgängen 5 bis 7 um, die höheren Klassen kommen nach den Sommerferien an den neuen Standort. Für „Elterntaxis“ sollen Haltezonen in mehreren Hundert Metern Entfernung eingerichtet werden.
Genossenschafts-Bau am Bahnhof
Neues Amt für Altona: „Naa“ heißt das spektakuläre Bauprojekt am Bahnhof Altona, das steht für „Neues Amt Altona“. Klingt wie ein norddeutscher Gruß, ist aber ein sechsstöckiger Neubau mit vier Etagen aus Holz, begrünter Fassade und Dachgarten, mitten in der Fußgängerzone Große Bergstraße (Altona-Altstadt). Im Frühjahr 2026 soll Hamburgs erster genossenschaftlich organisierter Co-Working-Space fertig werden. Dann können rund 300 Selbstständige und kleinere Unternehmen in die Ateliers und Büros einziehen und Platz für die Nachbarschaft bleibt auf den 1600 Quadratmetern auch noch.
Riesiges Bauprojekt in Bahrenfeld
Wohnungen und Hightech: Auf dem früheren Selgros-Areal an der Tasköprüstraße in Bahrenfeld soll ab 2026 ein neues Stadtquartier entstehen – mit 430 günstigen SAGA-Wohnungen, Gewerbeflächen und dem künftigen Hamburger Standort des niederländischen Chip-Herstellers NXP. Der Halbleiterkonzern NXP plant, ab 2031 rund 800 Mitarbeitende an diesem Standort unterzubringen.
Das passiert 2026 in Hamburgs Bezirken
- Altona: Elterntaxis, Neubauten und Uhus
- Bergedorf: Ein Jahr Stillstand in der Innenstadt?
- Eimsbüttel: Mega-Abriss und ein neuer Chef
- Hamburg-Mitte: Auto-Tabu, neue Brücke und ein Wohnturm
- Hamburg-Nord: Kampnagel, die U5 und ein grünes Denkmal
- Harburg: Neue Mieter im Ex-Karstadt und ganz viele neue Wohnungen
- Wandsbek: Open-Air-Kino und Elektro-Bordstein
Bei dem Projekt wurde erstmals eine „Antragskonferenz“ einberufen, bei der alle Beteiligten Knackpunkte möglichst schon im Vorfeld lösen sollen. Der Erfolg: Nach nur einem Jahr lag die „Vorweggenehmigungsreife“ vor, Anfang 2026 geht’s los.
Rückkehr der Uhus
Es sollte ein Provisorium sein. Im Jahr 2022 wurden die drei großen Vögel nach einem Sturmschaden an ihrer alten Voliere hinter den Kulissen des Wildgeheges Klövensteen (Rissen) untergebracht, nicht mehr sichtbar für Besucher. Und dann verzögerte sich die Fertigstellung der neuen Unterkunft.
2026 soll aber alles fertig werden und die größten Beutegreifer des Parks in eine moderne Anlage umziehen. Besucher sollen die Uhus unmittelbarer erleben, heißt es, weil sie durch das Gehege gehen können.
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Die rund 30 Jahre alten Vögel sollen nach ihrem Tod (sie können mehr als 40 Jahre alt werden) nicht ersetzt werden – dass nun für sie ein 340.000 Euro teures Gehege errichtet wird, sorgt für Kritik. Seit Jahren streiten Bezirksamt und Bürgerinitiativen um die Ausrichtung des Wildgeheges, das früher täglich geöffnet war, nun aber nur noch mittwochs bis sonntags von 10 bis 16 Uhr. Die lange unbesetzte Stelle der Parkleitung sei einer der Gründe, warum die Uhus so lange in ihrer provisorischen Unterbringung ausharren mussten, heißt es vom Bezirksamt.