Hamburg

Elbtunnel, mehrere Straßen dicht: Im Alten Land droht absolutes Chaos

Stau an der Ausfahrt vom Elbtunnel auf der A7. (Symbolbild)
Stau an der Ausfahrt vom Elbtunnel auf der A7. (Symbolbild)

Gleich mehrere wichtige Verbindungen fallen weg. Lokalpolitiker warnt vor einem Verkehrschaos, „wie wir es im Alten Land noch nie gesehen haben“.

Rund um das Alte Land droht der Verkehrskollaps. Elbtunnel dicht, Köhlbrandbrücke dicht – und ab Montag fallen mit dem Nincoper Deich und der Waltershofer Straße zwei zentrale Verkehrsadern gleichzeitig aus. Auch die Rethehubbrücke wird gesperrt. Für Neuenfelde, Cranz, Francop und Finkenwerder bedeutet das: Ausgerechnet dort, wo schon im normalen Berufsverkehr wenig Luft ist, fallen gleich mehrere wichtige Verbindungen weg.

Der Nincoper Deich wird von Montag bis Sonntag gesperrt, die Waltershofer Straße ab Montag für zehn Tage. Ebenfalls ab Montag ist die Rethehubbrücke betroffen.

Baustellen im Alten Land: Behörde wehrt sich gegen Vorwürfe

Ermiya Ciger, SPD-Distriktchef Neuenfelde, ist deshalb auf Zinne. „Das wird ein Verkehrschaos geben, wie wir es im Alten Land noch nie gesehen haben. Wo sollen denn die ganzen Airbus-Pendler und Lastwagen hin?“, sagt er NDR 90,3. Ciger kritisiert, die Baustellen seien nicht koordiniert.

Hamburgs Verkehrsbehörde weist das nach NDR-Angaben zurück. Man richte leistungsfähige Umleitungen ein. In der Vergangenheit habe es vergleichbare Sperrungen gegeben. 

Verkehr in Hamburg: Elbtunnel und Köhlbrandbrücke dicht

Zusätzlich verschärft die Vollsperrung des Elbtunnels die Lage. Am Freitagabend um 22 Uhr werden der Elbtunnel und die Autobahn 7 für 55 Stunden voll gesperrt. Bis voraussichtlich Montagmorgen um 5 Uhr müssen Autofahrer über die A1 ausweichen. Betroffen ist die A7 zwischen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Heimfeld. Während der Sperrung soll unter anderem die Betriebstechnik des Elbtunnels in die neue Tunnelleitzentrale integriert werden, so die Autobahn GmbH Nord.

Auch die Köhlbrandbrücke wird am Wochenende erneut voll gesperrt. Dort stehen nach Angaben der Hafenbehörde HPA wieder Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten an – nur fünf Tage nach Abschluss der letzten Instandsetzungsarbeiten. Innerstädtisch können Autofahrer über die Neuen Elbbrücken ausweichen; die Umleitung für den überregionalen Verkehr auf der A7 verläuft über die A1, A21 und B205. (mp)

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