195 Zimmer – diese Hotelkette zieht in den Elbtower
Meilenstein bei der Entwicklung des Elbtowers: Nach MOPO-Informationen ist ein Hotelbetreiber für den 200-Meter-Turm an den Elbbrücken gefunden. Einer der größten Hotelkonzerne der Welt will ein Haus mit 195 Zimmern eröffnen. Die Gäste können einerseits auf die Elbe blicken – und nach innen auch auf die gigantischen Dino-Modelle und Skelette des Naturkundemuseums, das ebenfalls für den Elbtower vorgesehen ist.
Die Tinte im Vertrag zwischen den Firmen Becken Holding und Prime Star Group ist kaum trocken. Bei Letzterer handelt es sich um einen Hotelbetreiber aus Berlin, der verschiedene Marken unter einem Dach vereint. Zu der exklusiven Gruppe gehören 18 Hotels vor allem in Deutschland und Österreich.
Weder Prime Star noch Becken wollten sich am Dienstag äußern, doch die MOPO erfuhr aus sicherer Quelle: In Hamburg soll ein Haus der weltbekannten Marke Hilton in die 13.000 Quadratmeter im Sockelgeschoss des Elbtowers einziehen. Das ist neu: Pleite-Investor René Benko hatte im Elbtower ein Hotel in den oberen Geschossen vorgesehen. Verhandelt wurde damals mit der Kette Nobu, an der auch Weltstar Robert De Niro beteiligt ist.
Mehr als die Hälfte der Elbtower-Fläche vergeben
Für den Hamburger Bauunternehmer Dieter Becken, der im Auftrag von Finanziers – darunter Klaus-Michael Kühne, einer der reichsten Deutschen – das Mega-Projekt vollenden soll, ist der Hotel-Mietvertrag die dritte gute Nachricht in kurzer Zeit. Zunächst war bekannt geworden, dass Multimilliardär Dirk Rossmann (von der gleichnamigen Drogeriemarkt-Kette) mit etlichen Millionen Euro einsteigt. Dann gab das Kartellamt in Berlin grünes Licht für das Investoren-Konsortium, welches es in dieser Form in Deutschland kein zweites Mal gibt.

Eigentlich kann jetzt nicht mehr viel schiefgehen. Von den 98.000 Quadratmetern Fläche im Elbtower sind schon mehr als die Hälfte vermietet oder verkauft. Neben den 13.000 Quadratmetern für das Hotel sind das vor allem die 38.000 Quadratmeter für das Naturkundemuseum.
Elbtower: Rege Nachfrage nach restlichen Büroflächen
Und Branchen-Insider berichten, dass für die restlichen Büroflächen auch schon rege Nachfrage besteht. Vor allem die obersten Etagen in fast 200 Metern Höhe sind begehrt – und das in einem schwierigen Marktumfeld und lange vor der Fertigstellung des Elbtowers.
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Das ist der aktuelle Zeitplan: Im Mai 2026 wird die Bürgerschaft über das Projekt entscheiden. Danach muss die Baustelle auf neuesten Stand gebracht werden: Diese Sicherungsmaßnahmen – unter anderem müssen die Aufzüge überprüft werden – sollen mindestens drei Monate dauern. Danach, also noch in diesem Jahr, kann weitergebaut werden. Schon 2030 könnte der Elbtower dann fertig werden.
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