Diese Hamburger Prachtvilla war Filmkulisse, nun ist sie ein Lost Place
Es ist das wohl bekannteste Haus an der Elbchaussee – die „Säulenvilla“ Hausnummer 186 in Othmarschen. Vor sechs Jahren wurde hier auf Druck des Denkmalschutzamtes mit der Fassadensanierung begonnen. Doch seitdem tut sich nichts mehr, die Fenster sind verrammelt, das beinahe 200 Jahre alte Bauwerk scheint wieder ein „Lost Place“ zu sein.
Das Tor ist verschlossen, eine Klingel gibt es nicht. Die weiße Fassade mit dem Säulenvorbau glänzt im Sonnenlicht. Doch wurden weitere Gebäudeteile saniert? Es sieht nicht danach aus.
Villa an der Elbchaussee steht leer
Auf MOPO-Anfrage teilt Marianne Kurzer, die Sprecherin des Denkmalschutzamtes, mit, dass 2019/20 der Eigentümer die „wichtigsten Sicherungsarbeiten“ durchführt hat, sodass der „Bestand zunächst gesichert wurde“. Man habe aktuell keine Kenntnis über bauliche Schäden, aber auch keinen Kontakt mit dem Eigentümer.

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Aber wer ist dieser geheimnisvolle Eigentümer des Prachtbaus? An dieser Stelle vielleicht erst einmal etwas zur Geschichte der Säulenvilla.
Das Haus diente einst als Filmkulisse
Bauherr war der Kaufmann und Reeder Wilhelm Brandt (1778-1832). Der Hamburger hatte mit Zuckerfabriken in Russland ein Vermögen gemacht und verfügte über eine Flotte von 20 Frachtseglern. Der Kommerzienrat und Konsul ließ sich ab 1819 vom dänischen Architekten Axel Bundsen die Villa an der Elbchaussee nach dem Vorbild eines Anwesens auf der Krim bauen. 1977 wurde das Haus weltweit bekannt, weil hier Wim Wenders seinen Film „Der amerikanische Freund“ mit Dennis Hopper gedreht hatte.
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Wem die Villa heute gehört, ist unbekannt. Der letzte bekannte Eigentümer war ein 1995 verstorbener Baron von Behren. Nach seinem Tod soll das Haus an seine in Monaco lebende Mutter gegangen sein.
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