Heute noch ein Parkplatz, demnächst vielleicht eine Touristen-Attraktion: Auf dieser Brache in der HafenCity soll der „Sports-Dome“ entstehen.

Heute noch ein Parkplatz, demnächst vielleicht eine Touristen-Attraktion: Auf dieser Brache in der HafenCity soll der „Sports-Dome“ entstehen. Foto: Apple Maps

Surfen, Skydiving, Gaming: Gigantischer Sport-Tempel kommt in die HafenCity

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Mehr als 20 Sportarten, Kinderbetreuung, Gastronomie und ein Hotel – in der HafenCity steht ein Bauprojekt der Superlative an. Doch seit der ersten Präsentation des „Sports-Dome“ sind bereits mehr als zehn Jahre vergangen – und das Baugrundstück steht noch immer leer. Wann geht es weiter?

An der Versmannstraße, gegenüber dem Baakenpark, klafft zwischen den Neubauten seit Jahren ein riesiges Loch. Die unerschlossene matschige Fläche wird von Handwerkern und Anliegern momentan als Parkplatz genutzt, doch in den nächsten Jahren soll hier ein neues Wahrzeichen der Sportstadt Hamburg entstehen: der „Sports-Dome.“

Das siebenstöckige Gebäude mit zahlreichen Sport-Möglichkeiten sollte ursprünglich 2018 eröffnen, doch nach der Insolvenz des Sponsors „Care Energy“ begann eine lange Suche nach neuen Geldgebern. Trotz gefundener Sponsoren führten dann Verzögerungen durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg dazu, dass 2022 die Anhandgabe der Stadt auslief, wie mehrere Medien berichteten. Unter Anhandgabe versteht man den Zeitraum zwischen der Zusage an einen Kaufinteressenten und der Frist für die Unterzeichnung des Kaufvertrags. Ein Starttermin in diesem Jahr ist daher nicht mehr realistisch.

Geschäftsführer rechnet für 2027 mit Baubeginn

Nun verriet Geschäftsführer Leif Bachorz auf Nachfrage der MOPO aber, dass man sich aktuell in einem neuen Prozess der Anhandgabe befände. „Wir sind in den Startlöchern“, so Bachorz. Man werde gegen April neue Termine verkünden. Mit dem Spatenstich rechnet der Unternehmer im Dezember 2026 und mit dem Beginn der Tiefbauarbeiten Anfang nächsten Jahres.

Durch die Veränderungen der vergangenen zehn Jahre stehen jetzt jedoch manche Teile des geplanten umfangreichen Sportangebots auf der Kippe. Insbesondere der viel gepriesene Tauchturm, ein 25 Meter tiefes Tauchbecken, ist offenbar gefährdet.

„Es ist die Frage, ob der noch realisiert werden kann“, so Bachorz. Die Stadt bevorzuge eine weiterverwertbare Immobilie, und der Tauchturm könne durch seine Größe nach der Errichtung nicht mehr aus dem Gebäude entfernt werden.

HafenCity: Angebot wird um E-Sportarten erweitert

Andere Trendsportarten seien in der HafenCity aber immer noch geplant: So wird es einen Windtunnel für Indoor-Skydiving, eine stehende Welle zum Surfen sowie Ski- und Golf-Simulationen geben. Hinzukommen sollen außerdem Angebote mit virtueller Realität und E-Sportarten. Beides war 2015 noch nicht geplant, man wolle aber mit der Zeit gehen und etwas Positives aus der langen Planungsphase ziehen, wie Bachorz sagt.

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In die oberen Etagen der Anlage wird voraussichtlich ein Hotel einziehen. Die Entscheidung der Stadt zwischen einem Hotel und privaten Wohnungen stehe zwar noch aus, aber aufgrund der zu erwartenden Lautstärke und der Lage in der HafenCity rechnet der Unternehmer nicht mit der Umwandlung zu Wohnraum. Näheres könne er wahrscheinlich ab April 2026 verkünden.

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