Eine kleine Insel der Ruhe ganz in der Nähe der Speicherstadt

Reimerstwiete
Historische Fachwerkspeicher stehen noch an der Reimerstwiete. In einem der Häuser ist das Restaurant „Schoppenhauer“ untergebracht.

Gegenüber der Speicherstadt hat sich rund um die Hamburger Katharinenkirche eine kleine Insel der Ruhe erhalten. Nur zur Mittagszeit beleben sich die Straßen. Ein Rundgang durch das Quartier ist zugleich eine Zeitreise durch das alte Hamburg – und sehr gut essen kann man hier auch.

Der Turm der Katharinenkirche gilt nicht nur als Hamburgs schönster Kirchturm, sondern auch als zweitältestes aufrecht stehendes Bauwerk der Stadt – nach dem Leuchtturm von Neuwerk. Schon von weitem leuchtet die goldene Krone am Turm. Angeblich stammt der Goldschmuck aus dem Schatz des Seeräubers Klaus Störtebeker.

Im Zweiten Weltkrieg brannte die Kirche vollständig aus. An ihrer Orgel, die zwischen 2009 und 2013 unter Verwendung von 520 vor 1943 ausgelagerten historischen Pfeifen wieder aufgebaut wurde, hatte schon Johann Sebastian Bach gespielt und ihren Klang gerühmt. Einfach mal reinschauen in die Kirche der Schiffbauer und Brauer, es lohnt sich!

Katharinenkirche
Katharinenkirche: Hamburgs schönsten und ältesten Kirchturm ziert eine goldene Krone.

Hamburgs Katharinen-Viertel: Warten am Dienstag

Der sonst so ruhige Kirchhof belebt sich immer dienstags. Dann kommen Foodtrucks und Marktstände – und mit ihnen die Büroangestellten, die zur Mittagszeit eine Currywurst bestellen oder sich bei Tanja für die hausgemachten polnischen Pierogi (mit Gemüse und Sauerkraut gefüllte Teigtaschen) oder die Rote-Bete-Suppe gern mal in die Warteschlange einreihen.

Markt Immer dienstags von 10 bis 14 Uhr vor der Katharinenkirche

Katharinenkirchhof
Dienstags mittags wird es voll auf dem Katharinenkirchhof – dann kommen die Büroangestellten zum Mittagessen.

Hamburg: Sehenswerte Kontore im Gotenhof

Wer lieber drinnen sitzt, als draußen im Stehen zu essen, geht ein paar Schritte weiter ins Restaurant Brook, ins Panaelme oder zum Sushi-Essen ins Makuri. Letzteres hat seinen Sitz im Gotenhof, einem Kontorhaus aus den 1920er Jahren. Gleich mal einen Blick ins strahlend weiße Treppenhaus werfen.

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So schön das aussieht – die Geschichte des Gotenhofs ist eher dunkel. Zur Nazi-Zeit hatte hier das Jugendamt seinen Sitz. Mitarbeiter entschieden damals zum Beispiel, welche „unerziehbaren“ Jugendlichen in ein Jugend-KZ geschickt werden sollten. Beim Spaziergang Richtung Reimersbrücke fallen die vielen sehenswerten historischen Hauseingänge auf. Wer noch schnell einen guten Kaffee braucht, kehrt in „Nardo‘s Café“ ein.

Treppenhaus Gotenhof
Strahlend weiß: das Treppenhaus im 100 Jahre alten Kontorhaus Gotenhof.

Panaelme, Steckelhörn 12, Mo bis Fr. 11 bis 15 Uhr

Makuri, Steckelhörn, 12, Mo bis Fr 12 – 15 Uhr |und Mo bis Sa 17 bis 21 Uhr

Brook, Bei den Mühren 91, Di bis Sa 12 bis 14.30 und 18 bis 22 Uhr

Nardo‘s Café, Grimm 15, Di bis So 9 bis 17 Uhr

Tabe Dot
Gute Qualität zum günstigen Preis gibt es im „Table Dot“, einer öffentlichen Kantine .

„Table Dot“ in Hamburg: Kantine der Zukunft

Der Weg Richtung Richtung Reimersbrücke führt an weiteren Kontorhäusern und sehenswerten historischen Hauseingängen vorbei. Am anderen Ende der Brücke ist die „Table Dot: Urban Canteen“ gut besucht. Im Erdgeschoss des Triiio-Bürogebäudes (ehemals Reederei Hamburg Süd) lassen sich die Gäste das vorzügliche Essen von Koral Elci und seinem Team von der Kitchen Guerilla schmecken.

Das Konzept, hochwertiges und zugleich bezahlbares Kantinenessen anzubieten, ist absolut zukunftstauglich. Die Kantine ist für jedermann zugänglich.

Table Dot: Urban Canteen, Willy-Brandt-Str. 59, Mo bis Fr. 8.30 bis 15 Uhr

Reimerstwiete
Historische Fachwerkspeicher stehen noch an der Reimerstwiete. In einem der Häuser ist das Restaurant Schoppenhauer untergebracht.

Historische Häuser an der Reimerstwiete in Hamburg

Das historische Hamburg – in der autofreien Reimerstwiete hat es sich erhalten. Die Fachwerkspeicher aus dem 17. Jahrhundert erinnern an vergangene Zeiten. Im Restaurant „Schoppenhauer“ kann man in einem der ältesten Gebäude der Stadt von 1633 hanseatische Spezialitäten wie Labskaus, aber auch Sushi probieren.

Schoppenhauer, Reimerstwiete 20-22, Di bis Sa 17 bis 22 Uhr.

Gegenüber der Speicherstadt hat sich rund um die Hamburger Katharinenkirche eine kleine Insel der Ruhe erhalten. Nur zur Mittagszeit beleben sich die Straßen. Ein Rundgang durch das Quartier ist zugleich eine Zeitreise durch das alte Hamburg – und sehr gut essen kann man hier auch.