„Nicht zumutbar“: Darum liegt diese Fläche mitten im Wohngebiet brach

Aktuell wird die Fläche am Moorkamp nicht genutzt.
Aktuell wird die Fläche am Moorkamp nicht genutzt.

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Kein Pumptrack, keine Parkplätze: Bisher steht vor allem fest, was mit dem Gelände am Moorkamp nicht passieren wird. Über die Hintergründe.

Wo im Sommer noch Kinder skateten, herrscht jetzt Leere. Die Fläche am Moorkamp unter der Hochbahnbrücke liegt brach. Wie das Bezirksamt Eimsbüttel auf Anfrage der Eimsbütteler Nachrichten mitteilte, werde hier weder ein dauerhafter Pumptrack noch ein Parkplatz entstehen.

Pumptrack am Moorkamp sorgte für Diskussionen

Im Sommer hatte das Bezirksamt unter der Hochbahnbrücke am Moorkamp einen Pumptrack errichtet. Zwei Monate lang konnten Interessierte die temporäre Skateanlage nutzen – dann wurde sie wieder abgebaut.

Die Testphase für die Skateanlage am Moorkamp ist vorbei. Archivfoto: Amelie Müller

Bei der Frage, wie das Bewegungsangebot aufgenommen wurde, gingen die Meinungen auseinander. Während vor allem Familien mit Kindern im Gespräch mit den Eimsbütteler Nachrichten die Anlage begrüßten, äußerten andere Anwohner Kritik. Zum einen, weil die Nutzung des Pumptracks Lärm verursacht habe, zum anderen, weil durch die Anlage Parkplätze weggefallen seien.

Mehrheit meldete Positives zurück

Das Bezirksamt hat die Rückmeldungen zum Pumptrack, der infolge einer Anwohnerbefragung und dem daraus resultierenden Wunsch nach Bewegungsangeboten auf der Fläche eingerichtet wurde, systematisch ausgewertet. Unter dem Strich sei die Anlage gut angenommen worden, sagte Kay Becker, Pressesprecher des Bezirksamts.

Insgesamt hätten 109 Personen eine Rückmeldung zum Pumptrack abgegeben, wie die Auswertung des Bezirksamts zeigt. In 74 Fällen fiel das Feedback demnach positiv aus. 32 Personen äußerten sich negativ, die restlichen drei Personen waren zwiegespalten.

Lärm für Nachbarschaft „nicht zumutbar“ – Bezirk prüft Alternativen

Kritik habe es vor allem wegen der Lärmentwicklung gegeben, so Becker. Das Bezirksamt habe daraufhin eine schalltechnische Begutachtung der Fläche veranlasst. Diese habe bestätigt: Der vom Pumptrack ausgehende Lärm sei für die Nachbarschaft nicht zumutbar. Deshalb werde es am Moorkamp keinen dauerhaften Pumptrack geben.

„Wir prüfen nun weitere Alternativen für die Dreiecksfläche Moorkamp“, sagte Becker. Dabei stehe der Wunsch der Anwohner nach einer attraktiven und hochwertigen Nutzung der Fläche im Mittelpunkt.

Parkplätze wird es nicht geben

Parkplätze wird es unter der Hochbahnbrücke trotz des Wunsches einiger Anwohner nicht geben. Streng genommen, so Becker, habe es sich hier nie um einen ausgewiesenen Parkplatz gehandelt. Auf der ungenutzten Fläche seien wohl unerlaubt Autos abgestellt worden. Poller sollen dies nun verhindern.

Gute Nachrichten für Fans des Pumptracks gibt es aber trotzdem: Das Bezirksamt Eimsbüttel prüft neue Standorte für einen dauerhaften Pumptrack.