Drohnen-Show für Olympia: Darum gab es keine Ankündigung

Drohnen bilden die bunten Figuren von Läufern.
900 Drohnen erleuchteten am Donnerstagabend den Nachthimmel nahe der Elbphilharmonie.

900 Drohnen haben am Donnerstagabend über dem Hamburger Hafen olympische Motive in den Nachthimmel gemalt. Ein spektakulärer Auftakt der städtischen Kampagne für die Bewerbung – nur, warum wusste niemand davon? Das fragen sich auch viele MOPO-Leser, als sie hinterher die Bilder sehen. Die MOPO hat bei der Innenbehörde nachgefragt.

Kanufahrer, eine Basketballspielerin und der Slogan „Olympia in Hamburg. Eine Chance für alle”, waren unter anderem gegen 18.30 Uhr über dem Hafen zu sehen. Doch weder auf Plakaten, noch über die Social-Media-Accounts der Stadt, wurde vorab darüber informiert. Viele MOPO-Leser bringen ihr Erstaunen in den Kommentarspalten zum Ausdruck: „War das angekündigt?“

Kritik kam auch direkt von der Initiative „NOlympia”, die die Olympischen Spiele in der Stadt verhindern will: „Dieser Auftakt zur Bewerbung zeigt im Kleinen, was im Großen zu erwarten wäre: kein Festival für alle, sondern eine Exklusivveranstaltung für die oberen zehn Prozent – finanziert von der gesamten Stadtgesellschaft.“ Was hatte es mit den fehlenden Ankündigungen auf sich?

Drohnen-Show: Darum gab es zuerst keine Informationen

„Eine solche Drohnen-Show wie gestern Abend ist technisch und organisatorisch hoch anspruchsvoll und mit vielen Risiken verbunden, die sich schlecht beeinflussen lassen. Auch die jeweiligen Witterungsbedingungen müssen mitspielen“, sagt ein Sprecher der Innenbehörde auf MOPO-Anfrage.

Spektakel über dem Hafen: Eine Drohnen-Show lässt eine Basketballerin am Nachthimmel zum Wurf ansetzen – und der Ball landet im Korb.
Spektakel über dem Hafen: Eine Drohnen-Show lässt eine Basketballerin am Nachthimmel zum Wurf ansetzen – und der Ball landet im Korb.

Zu solchen Risiken kann auch die Störung durch fremde Drohnen gehören. So etwas kam schließlich schon einmal vor: 2022 musste die Kunstinstallation „Breaking Waves“, die ebenfalls an der Elbphilharmonie stattfinden sollte, deshalb abgesagt werden.

Den Auftakt habe die Stadt daher als eine Art „Generalprobe“ genutzt. „Zudem haben wir – nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Lichtshow – auf allen Kanälen und mit Unterstützung der Medien zu einer zweiten Lichtshow um 20.40 Uhr eingeladen, die auch sehr gut besucht war“, so der Sprecher weiter.

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Und er stellt in Aussicht, dass man sich nun gut vorstellen könne, so eine Lichtshow noch einmal stattfinden zu lassen, damit mehr Menschen dabei sein können: „Jetzt geht es erst richtig los und wir planen weitere tolle Formate, die öffentlich zugänglich sind und bei denen wir selbstverständlich die Hamburgerinnen und Hamburger einladen.“

900 Drohnen haben am Donnerstagabend über dem Hamburger Hafen olympische Motive in den Nachthimmel gemalt. Ein spektakulärer Auftakt der städtischen Kampagne für die Bewerbung – nur, warum wusste niemand davon? Das fragen sich auch viele MOPO-Leser, als sie hinterher die Bilder sehen. Die MOPO hat bei der Innenbehörde nachgefragt.