Container im Hamburger Hafen (Symbolbild).

Container im Hamburger Hafen (Symbolbild). Foto: Christian Charisius/dpa

Drohen jetzt auch noch Streiks im Handel? Erste Tarifrunde ohne Ergebnis beendet

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Die erste Verhandlungsrunde um höhere Löhne für die rund 60.000 Beschäftigten im Hamburger Groß- und Außenhandel ist ergebnislos beendet worden. Der nächste Gesprächstermin sei für den 19. Mai verabredet worden, teilten die Gewerkschaft Verdi und der AGA Unternehmensverband mit.

„Es ist beschämend, dass die Arbeitgeber heute mit leeren Händen an den Verhandlungstisch gekommen sind“, kritisierte Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Branche und der Belastungen für die Beschäftigten sei das ein „respektloses Signal“.

Streik im Handel? Verdi fordert höhere Löhne

Verdi fordert für die Beschäftigten in den rund 4500 Unternehmen eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 250 Euro im Monat. Bei einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten sollen Auszubildende 150 Euro mehr im Monat bekommen. 

Die Gewerkschaft begründet ihre Forderungen mit seit Jahren steigenden Lebenshaltungskosten und dem vergleichsweise niedrigen Einkommensniveau im Groß- und Außenhandel. So verdiene eine Kauffrau beziehungsweise ein Kaufmann im Groß- und Außenhandel ab dem sechsten Tätigkeitsjahr derzeit 3300 Euro brutto.

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Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Michael Fink, sprach von Bedingungen für die Branche, „die schwieriger kaum sein könnten“. Seit Jahren gebe es keinen realen Umsatzzuwachs, die Reserven seien aufgebraucht. „Die Gewerkschaftsforderung nach 7 Prozent mehr Entgelt, in Teilen sogar deutlich darüber, ist nicht bezahlbar“, sagte Fink. Sie gefährde akut Arbeitsplätze. (dpa/mp)

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