Dramatischer Anstieg: Mittlerweile wird jede dritte Wohnung möbliert angeboten
Goldgräberstimmung auf dem Immobilienmarkt: Immer mehr Vermieter bieten ihre Wohnungen nur noch möbliert an, weil sich damit mehr Geld verdienen lässt! Laut einer Auswertung fürs Bundesbauministerium betrifft das in den Großstädten wie Hamburg mittlerweile mehr als 30 Prozent aller Wohnungsinserate.
„Möblierte und befristete Mietverhältnisse sind kein Randphänomen mehr, sondern prägen den Wohnungsmarkt in den Metropolen zunehmend“, sagt der Wohnungsmarktexperte Alexander Schürt vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). „In kleinen und mittleren Großstädten, in städtischen Kreisen sowie in ländlichen Räumen liegt der Anteil dagegen seit Jahren auf einem deutlich niedrigeren und weitgehend stabilen Niveau.“
Die Auswertung nahm das Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag der Bundesbehörde vor. Die Experten des Instituts sehen in den Ergebnissen einen Zusammenhang mit der Einführung der Mietpreisbremse 2015. „Die Daten sprechen dafür, dass ein Teil des unmöblierten Mietwohnungsangebots in das möbliert und befristet vermietete Segment verschoben wird, um die Mietpreisbremse zu umgehen“, so Schürt.
Möblierte Wohnungen: jedes dritte Inserat in Hamburg
Gleichzeitig sind die Mieten in diesem Segment kräftig gestiegen. Bundesweit erhöhte sich die durchschnittliche Angebotsmiete für möblierte Zeitwohnungen zwischen 2012 und Ende 2024 um mehr als 80 Prozent auf über 27 Euro je Quadratmeter. In Städten mit Mietpreisbremse lagen die Preise zuletzt bei gut 30 Euro, in Städten ohne Mietpreisbremse bei rund 21 Euro. Besonders stark fielen die Anstiege im Neubau sowie bei gewerblichen Anbietern aus, während sich privat vermietete möblierte Wohnungen weniger deutlich verteuerten.
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Grundlage der Untersuchung waren mehr als 17,2 Millionen Online-Mietinserate aus den Jahren 2012 bis 2024. Das BBSR will die Entwicklung in einer Folgestudie weiter analysieren, um mehr über den Einfluss von Regulierung und Ausweichstrategien auf die Wohnungsmärkte herauszufinden.
Dabei ist zu bedenken, dass in Hamburg Wohnungen von Genossenschaften und der SAGA oftmals gar nicht auf Portalen im Internet (außer ihren eigenen) angeboten werden. Daher sind sie nicht Bestandteil der Auswertung.
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