Dieses Unternehmen übernimmt die „Wäscherei“ in der City Nord – und plant Großes

Mann sitzt in bunter Umgebung auf Sofa
„Wäscherei“-Chef Michael Eck starb Mitte April 2024.

Mehr als 27 Jahre lang prägte die „Wäscherei“ mit ihrem schrillen und bunten Sortiment Hamburgs Möbelwelt. Doch dann starb Gründer und Visionär Michael Eck (†71) und das Unternehmen rutschte in die Insolvenz. Es folgten Entlassungen und der Räumungsverkauf – das Ende einer Ära. Doch nun zieht ein neues Unternehmen in die Räume am Mexikoring in der City Nord und plant Großes.

Ein Blick zurück: Wenige Wochen, nachdem der Gründer Michael Eck im Mai 2024 plötzlich verstorben war, meldete die „Wäscherei“ Insolvenz an. Doch es gab Hoffnung für die Mitarbeiter. Mehrere Investoren waren interessiert. Einer ganz besonders. Doch der sprang kurzfristig wieder ab. „Einen Tag vor der Vertragsunterzeichnung hat ein möglicher Investor sein Angebot wieder zurückgezogen“, sagte damals Andreas Jung von der PR-Agentur „das Amt“, die die Insolvenzverwalterin Jennie Best vertrat. Ein Schock für die 55 Mitarbeiter. Sie erhielten die Kündigung. Ein großer Ausverkauf startete.

Möbelhaus „Kabs“ eröffnet in der City Nord

Wie die MOPO erfuhr, war der Räumungsverkauf am Mexikoring in der City Nord (Winterhude) gerade erst beendet, da stand Anfang März auch schon der neue Mieter vor der Tür: Das Möbelhaus „Kabs“, das 13 Filialen in Deutschland betreibt, darunter in Harburg, Wandsbek und eine direkt vor den Toren der Stadt in Halstenbek. Am ehemaligen Standort der „Wäscherei“ allerdings soll kein normales Möbelhaus entstehen. „In dieser Stadt wohnen 1,8 Millionen Menschen. Manche haben viel Platz, manche wenig. Manche wohnen laut, manche leise. Aber alle haben eins gemeinsam: Sie verdienen ein Zuhause, das sie lieben. Willkommen im ersten Designhaus für alle“, wird Robert Kabs, der das Familienunternehmen in zweiter Generation führt, auf der Homepage zitiert.

Das könnte Sie auch interessieren: „Die Wäscherei“ war sein Zuhause: Trauriges Ende einer Hamburger Möbel-Legende

Das Unternehmen wirbt mit Slogans, die schwer an das Konzept der „Wäscherei“ erinnern. „House of Kabs ist mehr als ein Store – es ist ein Erlebnisraum, ein Treffpunkt, eine Bühne für Designkultur. Hier verbinden sich Ästhetik, Kreativität und Community zu einem neuen Standard“, heißt es auf der Homepage. Geplant sind in dem mehr als 8000 Quadratmeter großen Designhaus neben dem Möbelverkauf auch Räume für Do-It-Yourself-Workshops und Community-Events. Zudem will „Kabs“ einen Ort für Architekten, Influencer und Kreative schaffen. „Offen für Alle, die mit Ideen mitgestalten wollen.“ Dafür sollen kostenlose Arbeitsplätze geboten werden, für Kundengespräche. Außerdem wird es eine Galerie mit wechselnden Ausstellungen geben.

„House of Kabs“ eröffnet am 29. August

Zu der Anfrage der MOPO, wie viele neue Mitarbeiter für das Designhaus eingestellt wurden und ob sich darunter auch gekündigte Mitglieder des 55-köpfigen „Wäscherei“-Teams befinden, äußerte sich die Unternehmensleitung von „Kabs“ in der gegebenen Frist nicht. Am 29. August findet die Eröffnung des „House of Kabs“ statt.