Dieses Café ist eine Wohltat für Eltern – und für ihre Kinder!
Die Kinder spielen, die Eltern trinken einen Kaffee oder arbeiten nebenher am Laptop. Im neuen Café „Lilleby“ in Hamburg kann das wirklich Realität für gestresste Eltern werden: Die gelernte Erzieherin Anneke Nuijen hat nicht nur besondere Spielzeuge im Angebot – sondern ist auch selbst für die kleinen Gäste da. Die MOPO hat mit ihr über das außergewöhnliche Konzept gesprochen, und darüber, wann es losgeht und was Kinder und Eltern hier erwartet.
Ein Stall mit Steckenpferden, hölzerne Häuser für Rollenspiele, ein Bällebad: Das Café „Lilleby“ im Leonore-Mau-Weg 1 (Ottensen) ist ein Spiele-Paradies für Kinder bis sechs Jahre. Inhaberin Anneke Nuijen ist gelernte Erzieherin und weiß, was ihre jungen Gäste brauchen: „In den üblichen Indoorspielplätzen sind Kinder schnell überreizt“, sagt sie zur MOPO. „Ich setze in meinem Café bewusst auf eine ruhigere Art von Spiel. Hier geht es nicht um höher, schneller, weiter, sondern um ausgewählte, reizarme Impulse.“
„Lilleby“: Besonderes Café für Kinder und Eltern eröffnet in Hamburg
So sind die Spielhäuser zum Beispiel bewusst nicht im Detail eingerichtet: „Sie laden zu Rollenspielen ein, aber nicht unter einem vorgegebenen Thema“, so Nuijen. „Würde ich Eisladen darüberschreiben, würde man den Kindern zu viel vorgeben.“ Pädagogisches Konzept-Café nennt die 36-Jährige das „Lilleby“. Auch sensible, reizempfindliche Kinder sollen hier Spaß haben.
Das Besondere: Auch Anneke Nuijen selbst wird zu bestimmten Zeiten (Di-Fr 9-14 Uhr) für die Kinder auf der Spielfläche da sein: „Ich begleite die Kinder dann, moderiere Konflikte und mache auch mal Angebote wie Basteln oder eine Lesestunde.“ Die Eltern können einen Slot für diese Zeit buchen und in der Zeit in Ruhe Kaffee trinken oder am Laptop arbeiten – sie müssen aber anwesend sein. 12 Euro kostet das Angebot für zwei Stunden pro Kind, 6 Euro pro Erwachsenem.
Optisch sei das Café von Skandinavien inspiriert. „Mein Sohn ist drei Jahre alt und liebt die Geschichten von Astrid Lindgren, wie Bullerbü, Lotta und Pippi Langstrumpf“, so Anneke Nuijen. Auch zu essen gibt es Zimtschnecken und Kuchen (ab 4,50 Euro), die das „Lilleby“ vom skandinavischen Café „Karlsons“ geliefert bekommt. Außerdem stehen Smörrebröds, also belegte Brote, auf der Karte. Ein Pott Filterkaffee kostet um die vier Euro. Der Testbetrieb im „Lilleby“ soll Mitte Juni starten.
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Das Café ist für Anneke Nuijen wie ein Neuanfang: „Ich liebe meine Arbeit als Erzieherin, aber unter den aktuellen Bedingungen möchte ich sie nicht fortführen“, sagt sie. „Manchmal war ich mit mehr als 20 Kindern alleine. Das war mehr Aufbewahrung als pädagogische Arbeit.“