Hamburg
Dieser Hecken-Schädling nervt viele Gärtner – doch jetzt helfen die Vögel
Die Raupen des Buchsbaumzünslers richten großen Schaden an – doch es gibt Hoffnung: Die Natur reagiert auf die invasive Schmetterlingsart, so der Nabu.
Er kann großen Schaden anrichten – doch wenn Gartenfreunde ihn bemerken, ist es oft schon zu spät: Seit Jahren machen sich die Raupen des Buchsbaumzünslers, eines aus Ostasien stammenden Schmetterlings, über Hecken im Norden her und fressen die Gewächse von innen kahl. Doch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) macht Hobby-Gärtnern Hoffnung.
„Der gebietsfremde Buchsbaumzünsler frisst sich seit Jahren durch unsere Gärten und kann Buchsbäume stark schädigen“, schreiben die Naturschützer auf Facebook. „Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Natur reagiert! Meisen, Spatzen und sogar Wespen haben die Raupen inzwischen als Futter entdeckt.“
Meisen, Spatzen und Wespen fressen den Buchsbaumzünsler
Außerdem könnten selbst stark abgefressene Buchsbäume sich erholen und erneut austreiben. Als Tipp gibt der Nabu Gartenbesitzern noch mit auf den Weg, beim Anlegen einer Hecke auf Vielfalt zu achten und Pflanzen zu wählen, die für heimische Tierarten einen höheren Wert hätten.
Der Buchbaumzünsler ist eine invasive Art, die sich seit etwa 20 Jahren in Deutschland ausbreitet. Er gehört mittlerweile zu den gefürchtetsten Schädlingen im Garten. Seine Raupen können Buchsbäume innerhalb kurzer Zeit kahl fressen. Tückisch ist: Von außen wirkt die Pflanze anfangs oft noch gesund – der Befall wird dann meist zu spät bemerkt.
Anzeichen: angefressene Blätter, feine Gespinste, kahle Stellen
Typische Anzeichen sind angefressene Blätter, feine Gespinste, vertrocknete Blattreste und später braune, kahle Stellen. Der Kot der Raupen, kleine, helle bis grünlich-dunkle Krümel oder Kügelchen, liegt in den Gespinsten, auf unteren Blättern der Hecke oder unter der Pflanze auf dem Boden.
Bei stärkerem Befall fressen die Raupen nicht nur Blätter, sondern auch die grüne Rinde junger Triebe. Dann können ganze Pflanzenteile absterben.
Abhilfe gegen den Buchsbaumzünsler schaffen das Aufsammeln der Raupen oder das Abspülen mit einem harten Wasserstrahl. Auch der Einsatz des Bakteriums Bacillus thuringiensis ist umweltverträglich möglich: Die Mikrorganismen werden mit Wasser auf die Pflanze gesprüht und töten die Raupen, wenn diese sie mit der Nahrung aufnehmen. (mp)
Sie sind bereits M+ Abonnement?