Diese Hamburger Wohnungen sind Weltklasse
Rotklinker und Grünflächen, dicht bebaut, aber trotzdem genug Platz zum Spielen und Erholen: Hamburgs damaliger Oberbaudirektor Fritz Schumacher entwarf vor 100 Jahren das Wohnviertel auf dem Dulsberg. Familienfreundlich, hell und bezahlbar. Noch heute sind die Mieten hier vergleichsweise günstig. Ein Großteil der Häuser steht unter Denkmalschutz. Architekturstudenten aus aller Welt kommen nach Dulsberg, um den wegweisenden Wohnungsbau vor Ort anzuschauen.
Weltberühmte Architektur in Dulsberg
Die denkmalgeschützte Frohbotschaftskirche auf dem Straßburger Platz sollte abgerissen werden, wird jetzt aber als Kita genutzt. Wohnblöcke mit begrünten Innenhöfen reihen sich entlang der Oberschlesischen Straße. Architekturinteressierte und Studenten aus aller Welt kommen vor allem wegen der Laubenganghäuser mit ihren halbrunden Fassaden und hellen Wohnungen, den Balkonen und Dachterrassen, die der Architekt Paul Frank entworfen hat. Lohnenswert ist ein Blick in den Innenhof an der Schlettstadter Straße mit den Skulpturen zweier ballwerfender Jungen.

Hamburgs einzige Tretrollerbahn im „Grünzug“
Fritz Schumacher hatte ein Herz für Familien und Kinder. Der „Grünzug“, ein 1,1 Kilometer langer Park, der Dulsberg Nord von Dulsberg Süd trennt, ist Naherholungsgebiet mit Rosengarten, Rasenflächen und Spielplätzen. Seit den 50er Jahren gibt es hier Hamburgs einzige Tretrollerbahn, die vor einiger Zeit renoviert wurde. Ältere Bewohner erinnern sich noch an die 60er Jahre, als die heute zubetonierte Fläche auf dem „Grünzug“ ein Planschbecken war. Damals der beliebteste Treffpunkt im Sommer für alle Kinder des dicht besiedelten Viertels.
Konzerte und Theater in Dulsberg
Zwei Personen haben die Stadtteilschule Alter Teichweg bekannt gemacht. Entworfen hat den Backsteinbau Fritz Schumacher. Die bekannteste Schülerin ist Zoe Wees. Die Sängerin machte 2019 ihren Abschluss an der Schule und trat hier auch noch einmal auf, als sie schon international bekannt war. Die Schul-Aula wird für Konzert- und Theateraufführungen genutzt.
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Wohnhöfe und Teufelsberg

Wohnhöfe aus den 1920er Jahren sind typisch für Dulsberg. Die meisten Wohnungen gehören Genossenschaften, sodass die Mieten hier vergleichsweise günstig sind. An der Kreuzung Krausestraße/Lauenburger Straße erhebt sich der Teufelsberg, ein nur 19 Meter hoher Hügel. Umgangssprachlich heißt er „Tollsberg“ und gab dem Viertel seinen Namen. Hier lohnt ein Blick auf die halbrunde Emil-Krause-Schule, eines von Schumachers schönsten Bauwerken.
Einzigartiges Geschäft für Nostalgiker

In der Dithmarscher Straße 46 gibt es einen Laden mit einmaliger Zusammenstellung. Vintage- und Retrofans finden im „Nostalgie Shop“ von Jürgen Schewior Mode, Möbel, Vinyl, Emailleschilder und alles, was typisch für die 40er, 50er und 60er Jahre ist. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 15 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 15 Uhr.
Pause im Café „Kofje“

Seit der Eröffnung 2021 hat sich das Café „Kofje“ in der Walddörfer Straße 12 in einem Rotklinkerbau zum beliebten Treffpunkt entwickelt. Besonders beliebt: das Frühstück, bei Sonnenschein auch auf der großen Terrasse (täglich außer Mo ab 9 Uhr geöffnet).
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