Diese Stadt ist beliebt – bei Studenten und für Film-Morde

Prinzipalmarkt
Giebelhäuser am Prinzipalmarkt mit Bogengängen.

Etwas mehr als zwei Stunden benötigt man von Hamburg mit der Bahn nach Münster. Mit zahlreichen Laubengängen, historischen Bürgerhäusern, einem Grüngürtel rund um die Stadt, Schloss und See kommt die Studentenstadt beschaulich daher. Aber hinter den Fassaden wird gemordet, was das Zeug hält. Zumindest im Film. Wir sind den Spuren der TV-Ermittler Wilsberg, Börne und Thiel gefolgt.

Treffpunkt Antiquariat

Tatort Münster
Die Schauspieler Jan Josef Liefers (Prof. Karl-Friedrich Boerne, l), Detlev Buck (als Stadtschreiber Stan Gold) und Axel Prahl (als Kommissar Frank Thiel) stehen bei einem Fototermin zu „Tatort“-Dreharbeiten vor der Liebfrauen-Überwasserkirche.

Ein guter Start für einen Rundgang zu den bekanntesten Drehorten ist das Antiquariat in der Frauenstraße 49/50. Michael Solder führt den Buchladen seit 1995. Zweimal im Jahr ist das Haus der alten Bücher der Laden von Georg Wilsberg, gespielt von Leonard Lansink, in der gleichnamigen Krimiserie. Auch die Überwasserkirche gegenüber ist häufig sowohl bei „Wilsberg“ als auch im Münster-Tatort zu sehen.

Antiquariat Solder
Das Antiquariat von Michael Solder wird regelmäßig zum Drehort für die Wilsberg-Serie.

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Drehort Domplatz

Domplatz
Auch vor dem St-Paulus-Dom wurde schon oft gedreht.

Der Domplatz ist nur ein paar Schritte entfernt. Im St.-Paulus-Dom aus dem 13. Jahrhundert lohnt ein Blick auf die 500 Jahre alte astronomische Weltzeituhr. Als Filmkulisse ist der Platz perfekt – schon oft wurde hier gedreht, vor allem mittwochs oder samstags, wenn von 7 bis 14.30 Markt ist.

Tatort Landesmuseum

Am Domplatz steht auch das Landesmuseum mit seinem spektakulären Neubau von 2014. Die Tatort-Folge „Fangschuss“ von 2017 spielt zum Teil im Foyer des Museums. Für den Tatort „Die chinesische Prinzessin“ von 2013 wurde für die Dreharbeiten eine eigene Ausstellung aufgebaut.

Panorama-Café

Prinzipalmarkt
Einkaufstreffpunkt und beliebte Filmkulisse. Der Prinzipalmarkt in Münster

Weiter geht es zum Prinzipalmarkt mit seinen Laubengängen, Traditionsgeschäften und renovierten Giebelhäusern. Neben dem Rathaus steht in der Heinrich-Brüning-Straße 5 das Stadthaus 1 mit dem Café 1648 in der 11. und 12. Etage. Das Café, benannt nach dem Jahr des Westfälischen Friedens, dient als Betriebsrestaurant, aber auch als öffentliche Gaststätte und bietet einen weiten Ausblick über die Stadt. Zuletzt wurde hier für den Münster-Tatort „Es lebe der König“ mit Roland Kaiser vor fünf Jahren gedreht.

Verbrechen im Grünen

Promenade Münster
Rund um die Altstadt von Münster führt die Promenade, ein parkähnlicher Grüngürtel für Radfahrer, Jogger und Spaziergänger.

Rund um die Altstadt führt ein knapp fünf Kilometer langer Grüngürtel, die autofreie „Promenade“ entlang der ehemaligen Stadtbefestigung. Die Seitenanlagen der Promenade zieren Teiche, Hecken und Grünflächen mit Bänken. Gedreht wurde hier mehrfach. Tatort-Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) ging auf dem „grünen Ring“ eine Runde joggen. Wer der Promenade folgt, kommt am Schloss, dem Hauptsitz der Universität Münster, vorbei und gelangt zum Naherholungsgebiet Aasee mit Spazierwegen und Bootsverleih.

Etwas mehr als zwei Stunden benötigt man von Hamburg mit der Bahn nach Münster. Mit zahlreichen Laubengängen, historischen Bürgerhäusern, einem Grüngürtel rund um die Stadt, Schloss und See kommt die Studentenstadt beschaulich daher. Aber hinter den Fassaden wird gemordet, was das Zeug hält. Zumindest im Film. Wir sind den Spuren der TV-Ermittler Wilsberg, Börne und Thiel gefolgt.