Die größte Quelle nahe Hamburg – und kaum jemand kennt sie

Lopausee
Ausflugsziel für Naturfreunde: der Lopausee bei Amelinghausen.

Wer hätte gedacht, dass es rund um das kleine Heidestädtchen Amelinghausen (Landkreis Lüneburg), etwas mehr als eine halbe Autostunde von Hamburg entfernt, so viel zu sehen und zu entdecken gibt. Wandern und Rad fahren kann man hier natürlich auch – aber darüber hinaus warten einzigartige Überraschungen und Sehenswürdigkeiten. Wir waren dort und haben festgestellt: Ein Ausflug lohnt sich!

Schwindebachquelle
60 Liter Wasser pro Sekunde sprudeln aus der Schwindebachquelle.

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Quelle der Rekorde

60 Liter Wasser sprudeln pro Sekunde aus der Schwindebachquelle bei Soderstorf – damit ist sie nach der Rhumequelle im Harz die zweitwasserreichste Quelle Niedersachsens. Das eisenhaltige Wasser hat eine konstante Temperatur von neun Grad und färbt die Umgebung orange ein. Ein mystischer und märchenhafter Ort, der unbedingt einen Abstecher wert ist. An der Quelle startet auch der 14 Kilometer lange Heide-Panorama-Rundweg zum Feldherrenhügel mit weitem Blick über die Heidelandschaft.

Lea
Freundlicher Service, schöne Umgebung, große Tortenstücke: Lea arbeitet im Café im Speicher auf dem Hot Etzen bei Amelinghausen.

Torten im Großformat

Nach der Wandertour lohnt kurz vor Amelinghausen ein Stopp im „Café im Speicher“ bei Familie Hedder auf dem Hof Etzen. Schon seit 30 Jahren kommen die Gäste aus allen Himmelsrichtungen hierher, um im alten Schafstall oder im großen Garten Stachelbeer-Baiser-, Mohn-Marzipan- oder Buchweizentorte zu essen. Ein kleines Hofmuseum gibt es auch. Geöffnet ist immer mittwochs bis sonntags von 11.30 bis 18 Uhr.

Lopau See
Tretboote am Lopau-See in Amelinghausen

Entdeckungen am See

Nicht einfach nur ein See, sondern ein Gewässer mit hohem Freizeitwert ist der Lopausee in Amelinghausen. Das Baden ist zwar nicht erlaubt, dafür kann man den See aber mit dem Tretboot erkunden. Oder einfach einmal herumgehen. Entlang des 2,2 Kilometer langen Weges laden gemütliche Ruhebänke zur Pause in der Sonne ein, Stege und Spielplätze liegen am Wegesrand und Einkehrmöglichkeiten gibt es auch. Am See liegt auch Deutschlands einzige Waldkräuterey. Hier kann man in speziellen Seminaren alles über Wildkräuter und ihre Zubereitung lernen. Zu unregelmäßigen Zeiten ist das Café der Waldkräuterey geöffnet. Einfach mal vorbeischauen.

Oldendorfer Totenstatt
Die Oldendorfer Totenstatt mit ihren Gräbern aus der Steinzeit ist ein besonders mystischer Ort.

Gräber aus der Steinzeit

Eine der mystischsten Anlagen in der Lüneburger Heide ist die 4000 Jahre alte Oldendorfer Totenstatt. Vor allem zum Sonnenuntergang herrscht hier eine ganz besondere Stimmung. Gräber aus verschiedenen frühgeschichtlichen Epochen machen den Ort zu einem bedeutenden archäologischen Fundort. Das älteste Grab der Oldendorfer Totenstatt ist Grab III, das von Findlingen eingegrenzt ist. Die Grabkammer von Grab II liegt in einem ovalen Rundhügel. Knochenfunde zeigen, dass hier ein etwa 50-jähriger Mann und eine 30-jährige Frau bestattet wurden. Grab IV ist eines der prächtigsten Großsteingräber des Landkreises Lüneburg. Hier fanden Forscher Keramiken aus der Megalithkultur. Die Grabhügel in und um die Totenstatt gehören der späteren Jungsteinzeit und der Bronzezeit an, die meisten sind noch nicht untersucht. Die Fundstücke aus den Gräbern zeigt das Archäologische Museum in Oldendorf (Amelinghausener Str. 16b, geöffnet Sa/So von 13 bis 16 Uhr).

Wer hätte gedacht, dass es rund um das kleine Heidestädtchen Amelinghausen (Landkreis Lüneburg), etwas mehr als eine halbe Autostunde von Hamburg entfernt, so viel zu sehen und zu entdecken gibt. Wandern und Rad fahren kann man hier natürlich auch – aber darüber hinaus warten einzigartige Überraschungen und Sehenswürdigkeiten. Wir waren dort und haben festgestellt: Ein Ausflug lohnt sich!