Der „Miles“-Schock: Plötzlich sollte ich für Schrammen blechen
1000 Euro plötzlich weg, einfach abgezogen vom Konto – ohne Vorwarnung. So schildert es zumindest ein Hamburger Influencer, der sich über den Carsharing-Anbieter „Miles“ beschwert. Was war da los? Und wie können Nutzer sich vor unangekündigten Abbuchungen schützen?
„Storytime wie Miles mich abgezogen hat“, titelt der Influencer „sheriftg“ das Video, das er Anfang Mai postete. Er war Fahranfänger, irgendwann musste er frontal versetzt einparken. Er sieht noch, dass er ziemlich nah an dem Wagen links neben sich steht. Aber er denkt sich nichts dabei. „Ich steige aus, gucke mich um und sehe: Alles ist gut“, sagt er.
„Miles“-Konto gesperrt – dann werden 1030 Euro eingezogen
Kurz darauf will er wieder mit einem „Miles“-Wagen fahren. Dann sieht er: Sein Konto ist gesperrt. Er fragt sich, was er gemacht hat, und schreibt den Kundenservice an. Ein paar Tage vergehen, nichts passiert. Dann kommt die Nachricht: „Miles“ hat 1030 Euro von dem Konto abgezogen, erzählt er. Dazu zeigt er einen Screenshot von einer Abbuchung vom 2. Oktober 2025.
Wenig später sei auch eine Mail von der Polizei gekommen. Er blendet Fotos von Kratzern an einem der schwarzen Wagen ein.
Abbuchung bei Miles: Dürfen die das überhaupt?
„Dürfen die das überhaupt?“, fragt eine Nutzerin zu der unangekündigten Abbuchung. Die kurze Antwort: Ja.
In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist festgehalten, was in Schadensfällen passiert. „Jeder Nutzer ist verpflichtet, das Fahrzeug vor Fahrtantritt auf Neuschäden zu prüfen und diese per App zu melden“, sagt eine Sprecherin des Unternehmens. Erst wenn ein Schaden durch Nachnutzer gemeldet wird, beginnt die Prüfung. Dabei werden auch technische Daten und registrierte Erschütterungen des Fahrzeugs einbezogen, um den Entstehungszeitpunkt einzugrenzen.
Schaden am Miles-Wagen kostet bis zu 1750 Euro
„Die Höhe der anfallenden Reparaturkosten wird dabei durch externe, unabhängige Gutachter ermittelt“, sagt die Sprecherin. „Damit stellen wir eine objektive und marktgerechte Bewertung sicher.“ Im Schadenfall gibt es einen festgeschriebenen Maximalbetrag, der je nach Fahrzeugkategorie variiert. Die Kosten liegen zwischen 900 und 1750 Euro.
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Wenig später werden „sheriftg“ noch einmal knapp 500 Euro abgezogen, erzählt er in einem anderen Video. Für die Abschleppkosten. Der Influencer ist sauer. „Das Beste, was ihr machen könnt, ist, Miles gar nicht herunterzuladen“, sagt er.