Hamburgs Fernsehturm: Geschichte eines sensationellen Bauwerks
Am schönsten sieht er aus, wenn die Sonne hinter ihm untergeht. Dann steht er da als Silhouette, schlank und kühl, eine feste Größe in der Hamburger Skyline. Der Hamburger Fernsehturm, besser bekannt als „Telemichel“, ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte Deutschlands – nur dass seit 2001 niemand mehr die Aussicht genießen durfte. Das aber soll sich nun bald wieder ändern.
Als der Heinrich-Hertz-Turm am 12. April 1968 erstmals für Besucher öffnet, steht Hamburg Kopf. Schon früh am Morgen bilden sich lange Schlangen an der Feldstraße. Wer Glück hat, gehört zu den ersten 500 Gästen und fährt kostenlos nach oben. Alle anderen zahlen zwei Mark – und bekommen dafür ein Erlebnis, das damals seinesgleichen sucht: In nur 24 Sekunden schießen die Fahrstühle auf 124 Meter Höhe. Manche Besucher weigern sich zunächst auszusteigen, weil sie nicht glauben können, dass die Fahrt schon vorbei ist. Andere kämpfen beim Weg nach unten mit Ohrendruck und flauem Magen. Die Geschwindigkeit selbst wird zur Attraktion.
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