Demonstration Wehrpflicht Hamburg

Schülerinnen und Schüler am Freitag bei einer Demonstration gegen die Wehrpflicht. Foto: picture alliance/dpa | Marcus Golejewski

Großdemo gegen Wehrpflicht in Hamburg: „Wir sterben nicht in Euren Kriegen“

kommentar icon
arrow down

Sie wollen kein Kanonenfutter werden und keine Post von der Bundeswehr bekommen: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler in Hamburg folgten dem Aufruf des Bündnisses „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ zur Demonstration.

Erneut sind in Hamburg viele Schülerinnen und Schüler gegen den neuen Wehrdienst auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei zogen rund 1200 junge Menschen am Vormittag vom Hauptbahnhof vor das Rathaus. Auf Plakaten waren Slogans wie „Wir sterben nicht in Euren Kriegen“ oder „Fuck Wehrpflicht“ zu lesen.

Die Polizei wollte zunächst keine Angaben zu den Teilnehmern der Demonstration machen; die Initiatoren vom Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ hatten der Anmeldung zufolge mit 2500 Menschen gerechnet.

Zweite Demonstration gegen Wehrpflicht 

Es war bereits die zweite Demonstration dieser Art. Anfang Dezember hatte das Bündnis schon einmal zum Schulstreik aufgerufen, nachdem der Bundestag grünes Licht für den neuen Wehrdienst gegeben hatte. Das Bündnis sprach anschließend von 5000 Teilnehmern, die Polizei von 1700.

Das könnte Sie auch interessieren: Kampftaucher, Schnellboote, Panzer: Und plötzlich herrscht Krieg an der Ostsee

Das Gesetz war dann am 1. Januar in Kraft getreten. Im Rahmen der neuen Wehrpflicht erhalten junge Männer und Frauen, die volljährig werden, nun Post mit einem Fragebogen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Junge Männer müssen den Bogen verpflichtend ausfüllen, denn nach dem Grundgesetz ist eine Wehrpflicht nur für sie möglich. Für junge Frauen ist dies freiwillig. (dpa)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test