Dauerbaustelle und Millionenminus: Andronaco-Gründer ist sauer
Seit April 2022 wird vor der Andronaco-Zentrale in Billbrook gebaut – eigentlich sollte die Maßnahme Ende 2023 abgeschlossen sein. Doch die Baustelle in der Halskestraße besteht bis heute. Wie das Abendblatt berichtet, leidet der italienische Feinkosthändler massiv unter den Einschränkungen.
Zusammenfassung:
- Baustelle vor Andronaco-Zentrale in Billbrook existiert seit April 2022.
- Abschluss ursprünglich für Ende 2023 geplant, aber noch nicht in Sicht
- Andronaco-Gründer erleidet Umsatzeinbruch von 50% und über eine Million Euro Verlust
Vor dem Standort entsteht im Zuge der Radroute 2 Richtung Bergedorf sowie der Radroute+ nach Geesthacht ein Zweirichtungsradweg, verbunden mit einer Grundinstandsetzung der Straße. Der Baubeginn verzögerte sich bereits, später folgten weitere Terminverschiebungen. Nach Angaben des Bezirksamts Mitte wird die Fertigstellung nun frühestens Ende Mai erwartet – unter anderem wegen zusätzlicher konstruktiver Bauwerke und Leitungsarbeiten von Hamburg Wasser.
Dauerbaustelle wird zum Millionengrab für Andronaco-Gründer
Für Firmengründer Vincenzo Andronaco hat das gravierende wirtschaftliche Folgen. Der Umsatz sei am Standort Billbrook im ersten vollständigen Baujahr 2023 um rund 50 Prozent eingebrochen, so der Gründer gegenüber dem Abendblatt. Insgesamt spreche das Unternehmen von einem Verlust von über einer Million Euro. Der Standort ist nicht nur Verkaufsfläche, sondern auch Zentrale und zentrales Lager – gesperrte Zufahrten und wechselnde Verkehrsführungen hätten deshalb auch den Warenverkehr erheblich beeinträchtigt.

Hinzu kamen Probleme bei der Erreichbarkeit: Zeitweise zeigte Google Maps die gesamte Halskestraße als gesperrt an, obwohl die Zufahrt möglich war. Ein beantragtes „Zufahrt frei“-Hinweisschild sei nicht genehmigt worden. Auch eine Buslinie bedient die Haltestelle aktuell nicht wie gewohnt. Das Bezirksamt betone, dass sich Beeinträchtigungen bei einer grundlegenden Straßensanierung nicht vermeiden ließen und man nach Fertigstellung mit einem höheren Radverkehrsanteil rechne.
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Andronaco fordert im „Abendblatt“ nun vor allem Planungssicherheit und ein höheres Bautempo. Die wiederholten Verschiebungen sorgten für wirtschaftlichen Druck – besonders bitter, weil sich das Unternehmen kurz vor der Baustellen-Odyssee erst von den Folgen der Corona-Pandemie erholt habe.
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