Hamburg
Das große Hin und Her um die beschmierten Pride-Flaggen in Wilhelmsburg
Erst rauf, dann runter, dann rauf, dann runter. Für zwei Regenbogenflaggen in Wilhelmsburg ist jetzt endgültig Schluss – Grund dafür ist eine Schmiererei.
Mit schwarzer Farbe wurde über zwei Regenbogenflaggen ein Kreuz gesprüht. Die MOPO berichtete über die Schmierei. Die Flaggen wurden abgenommen und gewaschen. Jetzt hängen sie wieder, doch nicht lange.
Die schwarzen Kreuze ziehen sich noch immer über die bunten Farben. Eine Passantin sagte der MOPO, sie habe am Freitag gegen 11 Uhr eine Person getroffen, die die Flaggen wieder aufgehängt hat. Man habe die Farbe nicht herauswaschen können, habe diese erzählt.
Beschmutzte Flaggen – Polizei leitet Ermittlungsverfahren ein
Am Donnerstag hatte das Bezirksamt Mitte die Flaggen abnehmen lassen. Eine Sprecherin bestätigt der MOPO, dass man versucht hat, die Flaggen zu reinigen, dies aber nicht geklappt habe. Zudem wurde nach Ersatz gesucht, doch die gefundene Alternative habe nicht in die Halterung gepasst. So entschied man sich, die Flaggen wieder aufzuhängen. „Besser als gar nichts“, die Devise.
Laut der Sprecherin, werden die Flaggen jetzt doch wieder entfernt. Es habe vermehrt Anrufe bei der Polizei gegeben, um die beschmierten Fahnen zu melden. „Es ist natürlich schade, dass die Flaggen dort jetzt nicht wehen können, gerade wegen des Wochenendes. Wir setzen jetzt wieder auf das nächste Jahr, so die Sprecherin. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen wegen Hasskriminalität eingeleitet. Wer die Flaggen beschmiert hat, ist unklar.
Die Spaziergängerin erzählt der MOPO, dass sie an den Fahnen eine Familie getroffen habe. „Sie sagten, eigentlich wollen sie zum CSD gehen, aber jetzt haben sie zu große Angst vor dem Hass“, berichtet sie.
„Café Urlaub“ meldet ebenfalls zerstörte Flaggen
Die zwei Fälle in Wilhelmsburg sind nicht die einzigen in Hamburg. Wie das „Café Urlaub“ auf Instagram berichtet, seien in der Nacht zum Freitag mehrere Flaggen heruntergerissen worden.
„Es lagen noch die Holzteile auf dem Boden“, heißt es in dem Video. „Eigentlich traurig, aber ich hänge noch eine auf. Ich lasse mich nicht einschüchtern. Nicht mit mir.“ Das „Café Urlaub“ hatte bereits im Februar mit einer Hasswelle aufgrund seiner Regenbogenmarkise zu kämpfen.
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