Das beliebte Ramen-Lokal „Lesser Panda“ ist zurück – zumindest ein bisschen
Es war eines der ersten Ramen-Lokale in Hamburg: Der Aufschrei war groß, als das „Lesser Panda“ auf St. Pauli im November für immer seine Türen schloss. Doch nun meldet sich Inhaber Vincent Domeier zurück. Nach langer Pause hat er den Onlineshop wieder eröffnet – und verkauft dort Ramen-Sets und andere beliebte Highlights.
Die Stammgäste schwärmten von der frischen japanischen Nudelsuppe und dem Grilled Cheese Sandwich. Doch im November war dann Schluss: Nach fünf Jahren in der Karolinenstraße 32 (St. Pauli) verkündete Vincent Domeier (33) das Aus für sein Restaurant „Lesser Panda“. „Die letzten Monate waren extrem stressig“, erklärte er. „Extrem hohe Mieten, extrem hohe Wareneinkäufe, extrem hohe Steuern. Das ist ein ständiger Stress im Kopf und ein Druck, das Ding am Laufen zu halten.“
Ramen-Lokal „Lesser Panda“: Der Onlineshop ist zurück
Weinende Smileys und traurige Kommentare häuften sich auf Social Media. Doch nun können Fans die Gerichte zumindest wieder online bestellen. „Der Shop war ein Jahr offline, wir brauchten Zeit für die Schließung unseres Restaurants. Aber jetzt bin ich als One-Man-Show aus Berlin wieder da“, so Domeier zur MOPO. „Ich habe eine kleine Produktionsküche gemietet und koche dort selbst wie in einem Restaurant, nur eben jetzt für Gäste zuhause in ganz Deutschland“, sagt er. „Alles wird von mir in Berlin in liebevoller Handarbeit hergestellt, verpackt und versendet.“
Es gibt Ramen-Boxen mit frischen Zutaten, die gekühlt verschickt werden und zu Hause schnell zubereitet werden können (34,90 Euro für zwei Personen). Das Grilled Cheese Sandwich (10,90 Euro) wird im Ofen und in der Pfanne aufgewärmt. Außerdem verkauft Vincent Domeier Gewürze, Öle und Soßen. Die Resonanz sei groß. „Ich glaube, viele Leute verbinden mit unseren Gerichten etwas. Sie haben bei uns im Restaurant schöne Abende erlebt und holen sich jetzt ein Stück davon nach Hause“, sagt er.
Vor sechs Jahren gründete Domeier mit seinem Geschäftspartner Florian Ridder das Ramen-Lokal, zuerst als Pop-Up, ab 2019 auf St. Pauli. Doch beide lebten schon länger nicht mehr in Hamburg, steuerten die Geschäfte aus der Ferne. Ridder wohnt auf einem Bauernhof in Sachsen-Anhalt, Domeier in Berlin. Sie hätten sich damals bewusst dafür entschieden, nicht ständig im Tagesgeschäft dabei zu sein.
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Nun ist Vincent Domeier wieder mittendrin: „Ich war die letzten Jahre viel im Büro, das war nicht meine Welt. Ich bin sehr froh, jetzt erstmals das Handwerk, körperliche Bewegung und Verbundenheit mit dem Produkt mit dem Business-Teil verbinden zu können.“ (sir)