„Currywurst à la Lotte ist unverzichtbar“
Dennis Kwong gehört eines der bekanntesten Restaurants der Stadt, das „Dim Sum Haus“ am Hauptbahnhof. Der 49-Jährige ist in St. Georg, unweit des Hansaplatzes, aufgewachsen. Im Sommer zieht es ihn aber in die Schanze.
1. Wenn Sie einen Tag alles in Hamburg entscheiden könnten, worum würden Sie sich kümmern? Ich würde mich dafür einsetzen, das Miteinander in der Stadt weiter zu stärken. In den vergangenen Jahren nehme ich – wie viele andere – eine zunehmende Gereiztheit wahr. Mir ist wichtig, dass Hamburg ein Ort bleibt, an dem unterschiedliche Meinungen respektvoll ausgetauscht und Konflikte konstruktiv gelöst werden.
2. Wer ist Ihr Lieblingshamburger? Helmut Schmidt beeindruckt mich sehr. Für mich steht er für hanseatische Klarheit, Verantwortungsbewusstsein und lösungsorientiertes Handeln – eine Haltung, die ich als Hamburger Unternehmer sehr schätze.
3. Welcher Hamburger Stadtteil ist der schönste? Wenn ich Lust auf Szene und Urbanität habe, zieht es mich in die Sternschanze. Dort betreibe ich mit zwei Partnern das Restaurant BATU Bamboo & The Turtle. Besonders im Sommer liebe ich die Dachterrasse – unten der Trubel, oben eine entspannte Atmosphäre.
4. Welche Hamburger Spezialität ist unverzichtbar? Der Mö-Grill mit Thüringer, Schinkenwurst und Currywurst à la „Lotte“. Keine klassische Hamburger Spezialität – aber ich bin damit groß geworden. Als Kind war ich fest davon überzeugt, dass es so etwas nur im Mö-Grill gibt. Und natürlich darf auch der Räucheraal mit Rührei auf Schwarzbrot im Fischereihafen nicht fehlen. Das ist für mich echtes, traditionelles Hamburg – norddeutsch, bodenständig und einfach gut.
5. Welche TV-Sendung schauen Sie gerne und schämen sich (ein bisschen) dafür? Ich schaue kaum noch klassisches Fernsehen. Das letzte Mal, dass ich ganz bewusst vor dem Fernseher saß, war bei meiner eigenen Folge von „Die Höhle der Löwen“. Den Pitch für unser Start-up Mary Kwong mit der Pekingente noch einmal zu sehen, war schon ein besonderer Moment.
Das könnte Sie auch interessieren: St. Paulis Stadionuhr brachte mich zum Lachen
6. In welchem Laden hatten Sie Ihren schlimmsten Absturz? Da gab es mehrere – klassische Jugendsünden. Unvergessen sind Abende in der VIVA Wentorf oder im Club Shave auf dem Kiez neben der ehemaligen Esso-Tankstelle. Auch Schulfeiern mit Apfelkorn hatten damals ihre eigene Dynamik. Die Jugend war wild – heute genieße ich lieber einen guten Wein in Maßen.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.