Hamburg

Croque-Laden-Betreiberin in Hamburg untergetaucht: Jetzt gibt es Neuigkeiten 

Das „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ ist Treffpunkt und Beratungsstelle für die queere Community.

Nach dem plötzlichen Aus: Das Café des „Magnus-Hirschfeld-Centrums“ in Winterhude hat wieder geöffnet – das erwartet hier die Gäste.

Urplötzlich blieben die Türen einfach zu: Dabei ist das Café im „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ (MHC), der Beratungsstelle für die queere Community, ein beliebter Treffpunkt. Die Betreiberin der „Croquerie Queer“ war untergetaucht – trotz laufenden Mietvertrags (MOPO berichtete). Nun hat ein neues Gastro-Trio die Räumlichkeiten übernommen. 

Früher gab es hier hausgemachte Croques: Das Café im „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ hatte erst im Januar wieder eröffnet. Doch dann, nach nur drei Monaten, war schon wieder Schluss. „Aus persönlichen Gründen“ schloss die Betreiberin die „Croquerie Queer“ im Borgweg 8 (Winterhude) ganz plötzlich.

Im „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ in Winterhude hat ein neues Café eröffnet.
Im „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ in Winterhude hat das Café „Mottys“ eröffnet.

„Die Mieterin hat uns Ostermontag mitgeteilt, dass sie das Café ab sofort nicht mehr betreibt. Die genauen Gründe kennen wir auch nicht“, sagte Jan-Ole Daniel (38), Geschäftsführer des „Magnus-Hirschfeld-Centrums“, damals zur MOPO. „Nun ist sie allerdings quasi untergetaucht, trotz laufenden Mietvertrags.“

Neue Gastro im „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ in Winterhude

Jetzt gibt es Neuigkeiten: Drei Freunde haben das Café übernommen und hier das „Mottys“ eröffnet. Moritz Clauberg, Tadeh Friesen und sein Mann Thomas Friesen kennen die Community schon gut. Sie kommen auch selbst gerne zum wöchentlichen Stammtisch.

Das Café wurde jetzt gemütlicher eingerichtet.
Das Café wurde jetzt neu eingerichtet.

Auf ihrer Webseite erklären sie, die Willkommenskultur im MHC habe seit Tag eins Eindruck geschunden, deshalb hätten sie sich dort schnell wohlgefühlt. Als es dann die Möglichkeit gab, die Gastro zu übernehmen, hätten sie „nicht lange gezögert“.

Moritz Clauberg, Tadeh Friesen und Thomas Friesen (v.l.) betreiben das „Mottys“.
Moritz Clauberg, Tadeh Friesen und Thomas Friesen (v.l.) betreiben das „Mottys“.

Da alle drei auch Hauptberufe haben und Gastro-Quereinsteiger sind, ist erst mal nur an zwei Tagen die Woche geöffnet. Es gibt vor allem Sandwiches aus dem Kontaktgrill, mit Schinken, Hähnchenbrust, Salami oder auch in einer veganen Variante. Außerdem stehen Snacks wie Pommes, Chicken-Nuggets und Waffeln auf der Karte, dazu Softdrinks, Kaffee, Bier, Wein und Aperol Spritz.

„Ich freue mich sehr, dass das Café jetzt wieder ein Ort ist, an dem die Community sich willkommen fühlen und wohlfühlen kann“, sagt Jan-Ole Daniel zur MOPO. „Es ist auch gemütlicher geworden, mit neuen Möbeln und neuer Deko.“

Von der ehemaligen Betreiberin habe er aber immer noch nichts gehört. „Wir haben rechtliche Schritte eingeleitet, wegen nicht gezahlter Miete.“

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