Corona-Zahlen im Höhenflug: Ist in Hamburg trotzdem bald Schluss mit Homeoffice?
Durch die Omikron-Variante befinden sich die Corona-Infektionszahlen auf einem neuen Hoch: Bundesweit liegt die 7-Tage-Inzidenz nach Informationen des Robert-Koch-Instituts bei 1607 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner – der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. In Hamburg wurden allein in den letzten 24 Stunden 4239 Personen positiv auf das Virus getestet. Müssen Hamburger:innen trotz der angespannten Lage bald zurück ins Büro?
An der Frage scheiden sich die Geister: Viele haben sich an den Komfort der eigenen vier Wände gewöhnt und wissen die Vorzüge des Homeoffice zu schätzen – Meetings in Jogginghose, keine langen Arbeitswege in vollen Bussen und Bahnen und dadurch mehr Freizeit. Andere können es kaum erwarten, im Büro wieder auf Kolleg:innen zu treffen und Arbeit und Privates durch eine tägliche Routine klarer zu trennen. Vor- und Nachteile hin oder her: Im Homeoffice geht es in erster Linie darum, Kontakte zu reduzieren, um eine Infektion mit dem Coronavirus zu vermeiden.
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Aktuell besteht für Arbeitgebende die Pflicht, Homeoffice für ihre Beschäftigten anzubieten, sofern die Art der Arbeit das ermöglicht. Gleichzeitig sind Arbeitnehmende verpflichtet, dieses Angebot auch wahrzunehmen, wenn keine wichtigen Gründe dagegensprechen. Diese Homeoffice-Pflicht, die am 18. November 2021 wieder eingeführt worden war, soll nun enden: Ab dem 20. März 2022 laufen die Regeln für betrieblichen Infektionsschutz ebenso aus, wie die meisten anderen Schutzmaßnahmen. Die Bundesregierung ist auf Lockerungskurs.
Die Umsetzung der Corona-Lockerungen ist allerdings Sache der Länder – und stößt in Hamburg auf Zurückhaltung. Angesichts der hohen Infektionszahlen möchte der Senat eine zweiwöchige Aufschubfrist nutzen, und mit dem Auslaufen der Schutzmaßnahmen bis zum 2. April 2022 warten. So lange besteht also mindestens die Möglichkeit, weiterhin im Homeoffice zu arbeiten.
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Heute, am 16. März, wird im Bundestag über die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes beraten. Eine Abstimmung ist für Ende der Woche geplant. Auch die Bund-Länder-Konferenz tagt am 17. März erneut. Der Entwurf für ein angepasstes Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass Bundesländer künftig schärfere Maßnahmen verhängen können, wenn es sich um sogenannte Hotspot-Regionen handelt und eine Überlastung des Gesundheitssystems droht. Eine genaue Regelung dazu, wann diese Hotspot-Regelungen greifen sollen, gibt es aber noch nicht. Sollte bis zum 2. April eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden, nach der Hamburg als Hotspot gilt, könnte auch die Homeoffice-Pflicht in die Verlängerung gehen.