Citynah und dicht am Wasser: Dieser Stadtteil hat Potential

Entenwerder
Picknick im Entenwerder Park mit Blick auf die Elbbrücken.

Eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die Rothenburgsort mit der HafenCity verbindet, wurde kürzlich eingesetzt. Überall entstehen neue Wohnungen. Grünflächen und Wasser sind immer ganz nah. Viele Hamburger waren trotzdem noch nie in diesem Teil der Stadt, den die A1 in zwei Teile trennt und der langsam aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Höchste Zeit für eine Tour zu den besten Adressen vor Ort.

Neues Quartier

Im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört, war Rothenburgsort im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein lebhaftes Wohn- und Industrieviertel. Benannt wurde der Stadtteil nach der Senatorenfamilie Rodenborg, die vom 17. bis 19. Jahrhundert ein Landgut in der Gegend besaß. Den Namen der Senatorenfamilie greift auch das neue Wohn- und Arbeitsquartier auf, das zurzeit in der Marckmannstraße entsteht.

Sehenswerte Oldtimer

Kran Billwerder
Der Alte Kran am Löschplatz ist ein beliebtes Fotomotiv.

Der verfallene Kran am Löschplatz Billhafen ist von der Autobahn aus zu sehen und ein häufig fotografiertes Kulturdenkmal aus den 1960er Jahren. Wer mit dem Rad am Billhafen entlang ein Stück weiter in Richtung Innenstadt fährt, kommt am Sterne-Restaurant 100/200 Kitchen vorbei und landet wenig später an der Großtankstelle Brandshof, auch ein denkmalgeschütztes Relikt aus alten Zeiten. Allerdings top renoviert und Treffpunkt von 50er-Jahre-Fans und Oldtimer-Liebhabern. Die können hier über ihre Schmuckstücke fachsimpeln und sie auch reparieren lassen.

Wollfabrik
Daria Nkkah-Nejad hat in der Hamburger Wollfabrik alle Fäden in der Hand.

Wolle in allen Farben

Am Brandshofer Deich hat die Hamburger Wollfabrik ihren Sitz. Ein Eldorado für alle, die gern stricken oder häkeln. Wolle, Kaschmir, Baumwolle, Alpaka oder Angora in allen Farben – die Auswahl ist überwältigend, die Preise günstig. Geöffnet ist der Lagerverkauf von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr.

Cafe Schlick
Dicht am Wasser liegt da Cafe Schlick am Yachthafen Moorfleet.

Dicht am Wasser

Ab Mitte des kommenden Jahres ist es endlich so weit: Dann können Fußgänger und Radfahrer von der HafenCity oder ab Bahnhof Elbbrücken über die neue, 125 Meter lange Brücke ganz bequem und ohne Umwege die Autobahn 1 überqueren und den Entenwerder Park erreichen. Bis dahin müssen alle, die zum Beispiel das auf einem Ponton gelegene Café Entenwerder 1 besuchen möchten, mit der Unterführung unter den Elbbrücken vorliebnehmen.

Entenwerder 1
Beliebtes Ausflugsziel: das Cafe Entenwerder 1

Ebenfalls einen Besuch wert ist das weniger bekannte, aber ebenso malerisch am Wasser gelegene Café Schlick, das man auf dem Weg zur Wasserkunst Kaltehofe erreicht. Geöffnet ist dieser versteckte Lieblingsplatz am Yachthafen Moorfleet immer freitags nachmittags ab 15 Uhr und sa/so ab 11 Uhr. Weithin sichtbar ist der 64 Meter hohe, frisch renovierte Wasserturm am Traunspark. Und gleich daneben geht es wieder ums Wasser: Das Wasserforum am Billhorner Deich 2 liegt auf dem Betriebsgelände von Hamburg Wasser. Das ehemalige Pumpenhaus der ersten zentralen Wasserversorgung Kontinentaleuropas mit einer Ausstellung auf drei Etagen kann als vorab gebuchte Gruppenführung besichtigt werden.

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Bäckerei Caglar

Gebäck und Kaffee

Frühaufsteher oder Mittagsgäste, Kaffeetrinker oder Teefreunde – alle werden in der Çaglar Bäckerei am Vierländer Damm 9 bestens versorgt. Ganz besonders zu empfehlen sind die türkischen Spezialitäten wie Simit (Sesamkringel), Pide und Börek – aber natürlich gibt es am Vierländer Damm 9 auch Franzbrötchen, Sandwiches und Croissants. Auf der großen Sonnenterrasse der Bäckerei schmeckt alles ganz besonders gut. Geöffnet ist wochentags schon ab 5.30 Uhr, samstags ab sechs und sonntags ab sieben Uhr. Und noch ein weiterer Tipp für alle, die guten und fair gehandelten Kaffee lieben: Den kann man frisch geröstet bei Quijote im Lagerverkauf bekommen. Auf dem Hof in der Marckmannstraße 30 öffnet der Lagerverkauf der Rösterei immer dienstags und donnerstags von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.

Eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die Rothenburgsort mit der HafenCity verbindet, wurde kürzlich eingesetzt. Überall entstehen neue Wohnungen. Grünflächen und Wasser sind immer ganz nah. Viele Hamburger waren trotzdem noch nie in diesem Teil der Stadt, den die A1 in zwei Teile trennt und der langsam aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Höchste Zeit für eine Tour zu den besten Adressen vor Ort.