Tollerort

Der Einstieg der Reederei Cosco beim Containerterminal Tollerort im Hamburger Hafen hat für Wirbel gesorgt (Symbolbild). Foto: dpa

Chinesen wollen Hamburger Hafenfirma kaufen – Verfassungsschutz schlägt Alarm

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Erst der Terminal Tollerort, jetzt Zippel: China baut seinen Einfluss auf den Hamburger Hafen aus. Die Staatsreederei Cosco will den traditionsreichen Logistiker an der Wendenstraße (Hamm) übernehmen. Doch der Verfassungsschutz hat Bedenken.

Seit 1876 transportiert der Logistikdienstleister aus Hamm Fracht vom Hafen ins Umland. Die grünen Lkw mit dem gelben Schriftzug „Zippel“ sind ein fester Bestandteil des Hamburger Stadtbilds. Seit einigen Jahren gehört auch der Containertransport auf der Schiene zum Geschäft.

Wie der NDR berichtet, will der chinesische Staatskonzern Cosco über seine niederländische Tochterfirma Goldlead Supply Chain Development nun 80 Prozent und damit die Mehrheit des traditionsreichen Hamburger Logistikers mit seinen rund 350 Beschäftigten übernehmen. 

Zuletzt hatte Cosco mit seinem Einstieg beim HHLA-Terminal Tollerort für monatelanges Aufsehen in Hamburg gesorgt. Nach langem Gezerre war die Beteiligung schließlich 2023 genehmigt worden.

Nun gibt es erneut Wirbel. Zwar hat das Bundeskartellamt bereits sein Okay für die Übernahme von Zippel gegeben. Doch das heißt noch nichts. Denn offenbar hat das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor der geplanten Übernahme von Zippel durch Cosco gewarnt. Das haben die Recherchen von NDR und WDR ergeben.

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So habe sich der Nachrichtendienst im Rahmen eines Investitionsprüfverfahrens gegen das Geschäft ausgesprochen. Als Grund soll das BfV die Sorge vor „kumulativen Erwerbsvorhaben“ des chinesischen Staatskonzerns in Deutschland und in Europa genannt haben. Das heißt, die Verfassungsschützer warnen genau vor dem, was China als Ziel ausgibt: seinen Einfluss auf europäische Häfen und den Transport ins Hinterland zu erweitern. Am Ende wird die Entscheidung wohl in der Hand der Bundesregierung liegen. (mp)

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