CDU-Eklat: Ehrenvorsitzender Dirk Fischer bekommt Hausverbot
Die Hamburger CDU hat ihrem Ehrenvorsitzenden Dirk Fischer (82) Hausverbot für die Landesgeschäftsstelle am Leinpfad (Winterhude) erteilt. Zudem darf er im Kreisverband Hamburg-Nord nicht länger an Vorstandssitzungen teilnehmen. Das hat die Partei nun bestätigt.
Hintergrund sind wiederholte unangemessene Auftritte Fischers in und vor der Geschäftsstelle: Er soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedrängt und um Geld oder Kontakte gebeten haben. CDU-Sprecher Tim Schmuckall erklärte im „Abendblatt“, der Landesvorstand habe „einen entsprechenden Beschluss gefasst“. Landeschef Dennis Thering betonte knapp: „Dirk Fischer hat große Verdienste für die CDU Hamburg. Wir unterstützen ihn in dieser schwierigen Lage.“
Dirk Fischer: Schulden trotz hoher Beamten-Pension
Fischer bestätigte dem „Abendblatt“ das Hausverbot: Er dürfe „keine Mitarbeiter mehr ansprechen und um Telefonnummern bitten“.

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Der Schritt markiert einen weiteren Tiefpunkt im Absturz des ehemaligen Bundestagsabgeordneten, über den die MOPO bereits berichtet hat. Fischer verlor im Sommer seine Wohnung in Winterhude, nachdem Mietschulden von rund 33.000 Euro aufgelaufen waren.
Trotz einer hohen Politikerpension in Höhe von fast 8000 Euro pro Monat geriet er finanziell in Not – unter anderem wegen umfangreicher Überweisungen an seine brasilianische Freundin und deren Familie sowie weiterer Schulden. Inzwischen lebt er in einem Hotel – aber auch da sollen schon Verbindlichkeiten angefallen sein.
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Auch Parteifreunde, die ihm bislang finanziell beistanden und Unterkünfte mietfrei angeboten haben, ziehen sich zunehmend zurück. Um seine Lage zu stabilisieren, prüfen Unterstützer sogar die Einsetzung einer gesetzlichen Betreuung. (rei)
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