Bulli geklaut! Hamburger Familie unter Schock – „trifft uns emotional“

Der gestohlene Bulli
Wo ist unser Bulli? Mutter Kay-Louise mit den beiden Kindern vor dem Bulli, der vermutlich in der Nacht zum Montag gestohlen wurde.

Der blaue Bulli war ihr Ein und Alles: Zahlreiche Fotos zeigen die Familie Mittelberger aus Eimsbüttel mit ihrem VW T3 auf Reisen, am Strand, in den Bergen. Jetzt ist das Auto weg – geklaut! Und das, obwohl es nur 50 Meter von einer Polizeiwache entfernt geparkt war. Die Familie steht unter Schock.

Noch am Samstag war Enzo Mittelberger mit den beiden Söhnen (7 und 10) in dem Bulli unterwegs. Am Nachmittag parkte er den Wagen wie gewohnt auf der Monetastraße, gleich um die Ecke des Polizeikommissariats 17 an der Sedanstraße. Am Sonntag parkte sein Schwager seinen Wagen neben dem Bulli. Da war er noch da.

VW-Bulli in Hamburg geklaut: Er parkte direkt neben der Polizeiwache!

Am Montag dann der Schock: Als Enzo Mittelberger seine Kinder am Morgen zur Schule brachte, bemerkte er, dass das Auto weg war. „Ich bin direkt zur Polizei gegangen“, erzählt der Produktdesigner, der sein Fahrzeug nicht nur als Familienkutsche nutzt, sondern auch zum Transport von Materialien und zur Auslieferung fertiger Produktionen.

Sohnemann spritzt das Auto ab: Die ganze Familie ist traurig über den Diebstahl des Bullis.
Sohnemann spritzt das Auto ab: Die ganze Familie ist traurig über den Diebstahl des Bullis.

Mittelberger hoffte zunächst, der Bulli sei lediglich abgeschleppt worden. Doch die Polizei verneinte das. Damit war klar: Der Bulli ist weg. Womöglich für immer.

Enzo Mittelberger erstattete Anzeige. Seine Frau startete einen Zeugenaufruf in zahlreichen sozialen Medien. „Wir haben unheimlich viel Rückmeldungen und Mitgefühl bekommen“, berichtet Enzo Mittelberger. Nur der entscheidende Hinweis auf den Verbleib des Autos fehlt noch.

Nach Diebstahl: Eimsbütteler Familie sucht ihren VW T3

Dabei hat der Bulli einige besondere Merkmale: Er hat vier Türen, hinten eine Pritsche und auf der Heckscheibe einen großen Aufkleber des Modelabels Häkmäk. Mittelberger und seine Frau haben das Fahrzeug vor ein paar Jahren eigenhändig in einem matten Blau-Grau angemalt. Die hintere Tür rechts trägt von innen noch den ursprünglichen Bundeswehr-Grün-Farbton, den der Wagen 2012 hatte, als Enzo Mittelberger ihn kaufte.

„Wir haben viel Herzblut in den Bulli gesteckt“, sagt Mittelberger. Auch der orangefarbene Himmel im Innenraum sei selbst genäht. „Deshalb ist der Diebstahl ein großer emotionaler Verlust.“

Der Bulli auf Reisen
Ständiger Reisebegleiter: Familie Mittelberger fuhr mit dem Bulli oft in den Urlaub.

Mittelberger ärgert sich, dass er seinen T3 Baujahr 1988 nicht besser gesichert hat. Mit einem Lenkrad- oder Reifenschloss, wie es viele VW-Besitzer von T-Modellen tun. „Andererseits war das eigentlich gar nicht nötig. Begehrte Diebstahlobjekte sind die Camper. Der Pritschenwagen ist ja eher ein Handwerkerauto“, sagt der bestohlene Familienvater.

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Anders als die Wohnmobile habe der Pritschenwagen keinen hohen Wiederverkaufswert, meint Mittelberger. Er schätzt ihn auf maximal 3000 bis 4000 Euro. Die Polizei macht der Familie wenig Hoffnung, dass der Wagen irgendwo gefunden werden könnte. Deshalb hofft Mittelberger auf die Mithilfe der Bevölkerung.

Wer den Bulli irgendwo sieht, möchte sich an das Polizeikommissariat an der Sedanstraße unter Tel. (040) 42865-1710 wenden. Oder eine Email an schreiben an: hamburg@mopo.de.

Der blaue Bulli war ihr Ein und Alles: Zahlreiche Fotos zeigen die Familie Mittelberger aus Eimsbüttel mit ihrem VW T3 auf Reisen, am Strand, in den Bergen. Jetzt ist das Auto weg – geklaut! Und das, obwohl es nur 50 Meter von einer Polizeiwache entfernt geparkt war. Die Familie steht unter Schock.

Noch am Samstag war Enzo Mittelberger mit den beiden Söhnen (7 und 10) in dem Bulli unterwegs. Am Nachmittag parkte er den Wagen wie gewohnt auf der Monetastraße, gleich um die Ecke des Polizeikommissariats 17 an der Sedanstraße. Am Sonntag parkte sein Schwager seinen Wagen neben dem Bulli. Da war er noch da.