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Bürgersaal Wandsbek: „Omas gegen Rechts" wollen die AfD aussperren

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Die „Omas gegen Rechts" sind inzwischen bei Demos in ganz Deutschland ein vertrauter Anblick.

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dpa

Wandsbek -

Mit einem offenen Brief an den Leiter des Bezirksamtes Wandsbek wollen rund 330 Hamburger „Omas gegen Rechts" den AfD-Parteitag im Wandsbeker Bürgersaal verhindern: Die Rechten wollen sich am 24. März in dem Saal treffen, in dem üblicherweise die Bezirksversammlung Wandsbek tagt. Die Antwort der Verwaltung ist eindeutig.

„Sehr geehrter Herr Ritzenhoff, sehr geehrte Abgeordnete, sehr geehrte Damen und Herren des Bezirksamts Wandsbek", beginnt das Schreiben der alten Damen. Und weiter: „Mit Befremden mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass die AfD am 24. März 2019 einen Landesparteitag im Bürgersaal Wandsbek einberufen kann. Der Bürgersaal ist den Sitzungen der Bezirksversammlungen gewidmet. Mitglieder der Bezirksversammlung sind Vertreter der demokratisch gewählten Parteien. Dazu gehört NICHT die AfD."

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Am Ende des offenen Schreibens steht eine Forderung: „Sie als Hausherren haben das Hausrecht und müssen und dürfen das nicht dulden. Mit allem Respekt fordern wir Sie daher auf, eine Genehmigung zur Nutzung des Bürgersaals zurück zu nehmen und unseren Bezirk nicht unnötig mit antidemokratischen Aktivitäten zu belasten."

Eine Sprecherin des Bezirks wies das Ansinnen gegenüber der MOPO mit Nachdruck zurück: „Eine Nutzung des Bürgersaals von politischen Parteien ist ausdrücklich vorgesehen. Eine Anfrage einer Partei, die in der Bürgerschaft vertreten ist, kann das Bezirksamt nicht ablehnen." Die Vermietung des Saals hat der Bezirk der privaten Veranstaltungsfirma „Prima event" übertragen. 

Die „Omas gegen Rechts" sind ein bundesweites Netzwerk politisch engagierter älterer Damen, das inzwischen mehrere tausend Mitglieder hat. Die Idee stammt aus Österreich, die ersten deutschen Gruppen haben sich im Januar 2018 gefunden.