Bürger malen täuschend echten Zebrastreifen auf Straße – und haben Ärger mit Polizei
Ein illegaler Zebrastreifen sorgt im beschaulichen Langenhorn für Ärger: Nur wer genauer hinsieht, erkennt, dass die weißen Streifen einfach auf den Asphalt gepinselt wurden. Die Polizei ist von der eigenmächtigen Aktion gar nicht begeistert und hat jetzt Ermittlungen eingeleitet. Für das Entfernen des falschen Zebrastreifens muss auch noch eine Spezialfirma zum Einsatz kommen.
Dicke weiße Streifen in ordentlichen Abständen aufgemalt: Der falsche Zebrastreifen sieht so täuschend echt aus, dass ein MOPO-Reporter vor Ort beobachtet, wie ein Autofahrer einen Fußgänger passieren lässt. Der Zebrastreifen befindet sich an der Ecke Tannenweg/Tangstedter Landstraße, auf den ersten Blick keine besonders gefährliche Kreuzung.
Die Polizei schreibt auf Anfrage, dass der Fußgängerüberweg nicht behördlich angeordnet wurde. Die „unsachgemäße Aufbringung der Farbe“ entspreche weder in den Maßen noch in der Ausgestaltung den verkehrsrechtlichen Vorschriften.
Falscher Zebrastreifen in Langenhorn aufgetaucht
Wer da zum Pinsel gegriffen hat, ist der Polizei bisher nicht bekannt. Das soll sich ändern: Beamte des zuständigen Polizeikommissariats haben ein Ermittlungsverfahren wegen des „Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ eingeleitet. Dafür kann es eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geben.
Der Zebrastreifen muss weg. Nur wie? „Der zuständige Wegewart ist informiert und wird die Farbe schnellstmöglich entfernen“, schreibt das Bezirksamt Nord auf MOPO-Anfrage. Die Stadtreinigung teilt mit, dass es sich bei der aufgebrachten Farbe um Ölfarbe handelt, für die es eine Spezialfirma brauche. Der falsche Zebrastreifen könnte jetzt also noch richtig teuer werden.
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Die Politik hat sich auch schon den weißen Streifen gewidmet. Der CDU-Abgeordnete Richard Seelmaecker hat zu dem „Illegalen Zebrastreifen” bereits eine Senatsanfrage gestellt.