Der Soziologe und Philosoph Jürgen Habermas

Der Soziologe und Philosoph Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren verstorben. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/Arne Dedert

„Gigant der aufgeklärten Moderne“: Brosda würdigt Habermas

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„Der große Philosoph ist tot, aber seine Ideen sind aktueller denn je“: Der Philosoph Jürgen Habermas ist am Samstag im Alter von 96 Jahren verstorben. Er hinterlasse Wegmarken der deutschen Geistesgeschichte, gedenkt ihm nun Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD).

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda hat den verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas als „Gigant der aufgeklärten Moderne“ gewürdigt. Von ihm habe man lernen können, „was es heißt, in Vielfalt friedlich und vernünftig zusammenzuleben“, erklärte der SPD-Politiker. 

Kultursenator Carsten Brosda (SPD) in seinem Büro. (Archivbild) picture alliance/dpa/Christian Charisius
Carsten Brosda
Kultursenator Carsten Brosda (SPD) in seinem Büro. (Archivbild)

Dass Menschen zur Verständigung fähig seien, Wahrheiten nur gelten würden, wenn ihre Begründungen allseits akzeptiert werden, und dass Vernunft sich im Gespräch zwischen aufgeklärten Bürgerinnen und Bürgern finden lasse, seien nur „drei der zahllosen Lehren“, die Habermas in seinem Werk formuliert habe. 

Habermas Ideen aktueller denn je

Immer wieder habe sich Habermas in die öffentliche Debatte eingeschaltet. „Vom Historikerstreit bis zur Zukunft der Europäischen Union waren seine Interventionen prägende Wegmarken der deutschen Geistesgeschichte.“

„Der große Philosoph ist tot, aber seine Ideen sind aktueller denn je“, sagte Brosda. „Wir gedenken seiner am besten, indem wir weiter auf der Möglichkeit universeller Vernunft beharren. Und indem wir sie in einem aufgeklärten öffentlichen Diskurs suchen, in dem einzig gute Gründe zählen und der soziale Respekt der Gesprächspartner:innen die Atmosphäre prägt.“ (dpa/mp)

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