Verschiedene Vaping-Geräte liegen auf einem gelben Hintergrund.

Immer wieder kommt es zu Containerbränden, weil Einweg-E-Zigaretten nicht ordnungsgemäß entsorgt werden. (Symbolbild) Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Ales Utouka

Brandgefahr! Stadtreinigung warnt: Bloß nicht in den Müll werfen

kommentar icon
arrow down

E-Zigaretten sind inzwischen weit verbreitet. Sind die Akkus leer, landen die Einweggeräte meist im Müll. Das ist nach Angaben der Stadtreinigung Hamburg jedoch brandgefährlich. Jetzt wolle man Konsequenzen ziehen.

Festverbaute Akkus in Einweg-E-Zigaretten stellen nach Angaben der Hamburger Stadtreinigung eine erhebliche Brandgefahr bei der Abfallbeseitigung dar. Schon mehrfach sei es zu Bränden in Containern gekommen. Die Brandursache sei zwar nur schwer nachzuweisen, aber die Vermutung, dass diese durch Lithium-Akkus ausgelöst sein könnten, liege nahe, so ein Sprecher des städtischen Unternehmens. 

Stadtreinigung: Containerbrände durch die Akkus von E-Zigaretten

In diesem Jahr seien zwei Containerbrände registriert worden, im vergangenen Jahr fünf und im Jahr 2023 vier. Lithium-Akkus können sich bei Beschädigung entzünden. Außerdem entstünden wie auch bei normalen Batterien Schadstoffe, wenn sie in die Müllverbrennung gelangten. 


MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Ultrareich dank Russen-Öl: Verstörendes Bekenntnis eines Hamburgers
  • Block-Prozess: Ein Kronzeuge und noch mehr Widersprüche
  • Bald knallt‘s! Das sagen Hamburger zum Böllerverbot
  • Qualzuchten: Werden Mops, Bulldogge und Co. jetzt verboten?
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
  • 20 Seiten Sport: Klartext vom HSV-Kapitän Poulsen & St. Paulis Stürmer Kaars über die Kiezklub-Krise
  • 28 Seiten Plan 7: Herrlicher Schlagabtausch bei „Alma Hoppe 3.0“, das „Winterspektakel“ öffnet wieder & ein Fast-Food-Geheimtipp

Verbraucher sollten aus E-Zigaretten und anderen Elektrogeräten die Batterien und Akkus herausnehmen und erst dann in die E-Schrottsammlung auf Recyclinghöfen oder in Depotcontainern geben. Die Hamburger Stadtreinigung sprach sich dafür aus, die Entsorgung von E-Zigaretten besser zu regeln, etwa durch Pfandsysteme oder gar die derzeitigen Vertriebswege zu verbieten. 

Auch andere Betriebe der Abfallwirtschaft beklagen Häufung von Bränden

Erst kürzlich hatte die Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) eine Häufung von Bränden durch Akkus beklagt. „Batterien und insbesondere Lithium-Ionen-Akkus stellen eine erhebliche Gefahr dar, wenn sie in Abfallbehältern landen“, sagte ein Sprecher des kommunalen Unternehmens. Kommt es dann in den Sammelfahrzeugen oder Anlagen zu Beschädigungen – zum Beispiel durch Druck, Reibung oder Hitze – können sie sich entzünden oder sogar explodieren. 

Nicht nur die Akkus stellen ein Problem dar, auch eine weitere Partydroge stellt die Hamburger Stadtreinigung vor Probleme: Lachgas. Im vergangenen Jahr war es zu mehr als zehn großen Explosionen in Müllverbrennungsanlagen gekommen, weil die Lachgas-Kartuschen nicht richtig entsorgt worden waren. Der Schaden liegt laut Stadtreinigung in Millionenhöhe.

So oft brennt es in deutschen Müllfahrzeugen

Erst Anfang der vergangenen Woche hatte brennender Elektroschrott bei einem Schrott- und Recyclingunternehmen in Flensburg für einen mehrstündigen Feuerwehreinsatz gesorgt. Die Flensburger Polizei geht davon aus, dass sich der rund 50 Kubikmeter große Haufen selbst entzündete.

Das könnte Sie auch interessieren: Aufregung um neue Kühne-Oper: Nur eine Kopie? Jetzt spricht der Star-Architekt

Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) brennt es deutschlandweit täglich rund 30 Mal in Müllfahrzeugen, Recyclinghöfen und Abfallbehandlungsanlagen. Schätzungen zufolge werden rund 80 Prozent dieser Brände durch Lithium-Ionen-Akkus oder Lithium-Batterien ausgelöst. (dpa/mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test