Block-Prozess wird bis Dezember fortgesetzt – 41 weitere Verhandlungstage!
Der „Prozess des Jahres 2025“ wird auch der „Prozess des Jahres 2026“: Im Verfahren um die Entführung der Block-Kinder hat das Hamburger Landgericht 41 weitere Verhandlungstermine angesetzt. Das teilte das Landgericht mit. Geplant sind Termine bis zum 18. Dezember. Das Gericht hat das Verfahren schon mehrfach verlängert.
Laut Gericht bedeuten die neuen Termine nicht, dass das Verfahren tatsächlich an dem 18. Dezember endet. Es könne kürzer oder länger dauern. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, warum neue Termine angesetzt worden sind. Ursprünglich sollte der Prozess bereits im Dezember 2025 enden, wurde dann erst bis März, dann bis Juni – und jetzt noch einmal bis Dezember 2026 verlängert.
Weiterhin wies das Gericht mehrere Befangenheitsanträge gegenüber den Richter:innen zurück, die vonseiten der Angeklagten eingebracht worden waren. Dabei handelt es sich unter anderem um den von Marco Voß eingereichten Befangenheitsantrag, der Verteidiger des angeklagten Familienanwalts Andreas Costard.
Befangenheitsantrag gegenüber der Richterin abgelehnt
Er hatte den Antrag damit begründet, dass die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt zusammen mit der Oberstaatsanwältin entschieden habe, einen großen Teil der Datenmengen nur in Form von Rohdaten den Verteidigern zur Verfügung zu stellen. Das würde das Verfahren „aktiv behindern“. Das Gericht begründet die Abweisung des Antrags jetzt damit, dass eben auch die Richter:innen und die Staatsanwaltschaft selbst nur in Form von Rohdaten auf die Datenmengen zugreifen könnten. Es ist übrigens bei Weitem nicht der erste Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin und den Rest der Kammer. Bislang wurde diese im Verfahren alle abgelehnt.
Block-Prozess: Im März geht es weiter
Das Verfahren läuft seit dem 11. Juli 2025. Die Hauptangeklagten sind die Steakhouse-Erbin und Hamburger Unternehmerin Christina Block, Andreas Costard, Familienanwalt der Blocks, und einer der mutmaßlichen Entführer aus der Silvesternacht.
Block ist angeklagt, während eines Sorgerechtsstreits den Auftrag erteilt zu haben, zwei ihrer Kinder in der Silvesternacht 2023/24 aus der Obhut ihres in Dänemark lebenden Ex-Manns zu entführen. Block bestreitet das. In dem Prozess gibt es derzeit eine längere Pause. Die Fortsetzung ist nach letztem Stand am 2. März geplant. (mp)
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