Hamburg
Blaualgen und Zerkarien gefunden: Diese Hamburger Badeseen sind jetzt problematisch
An einigen Hamburger Seen können Schwimmer derzeit auf unliebsames Getier und giftige Algen treffen. Und in einem Gewässer ist das Baden immer gefährlich und daher strengstens verboten.
Boberger See, Eichbaumsee, Allermöher See und mehr – ein großer Teil der Badeseen liegen im Bezirk Bergedorf, einige renaturierte Bäder und Teiche auch im Norden der Stadt, wie etwa das Sommerbad Duvenstedt. Leider tummeln sich aktuell an einigen der Seen Blaualgen und Zerkarien. Die Wasserqualität wird in der Badesaison regelmäßig vom Institut für Hygiene und Umwelt untersucht. Hier wurde aktuell etwas gefunden.
Vor allem giftige Blaualgen machen das Baden in Hamburgs Seen oft problematisch. Aktuell ist mal wieder der Eichbaumsee befallen – und das Schwimmen daher verboten. Die Umweltbehörde warnt vor dem Baden: „Vermeiden Sie den Kontakt zu Algenteppichen. Sollten Sie Ihre Füße im knietiefen Wasser nicht sehen, baden Sie nicht.“ Und ganz wichtig: „Achten Sie darauf, dass spielende Kinder nicht in Kontakt mit dem Wasser und dem Ufersaum kommen.“
So ein Ärger! Blaualgen im Allermöher See
Blaualgen haben sich durch die Wärme auch im sehr beliebten Allermöher See ausgebreitet. Deshalb ist auch dort das Baden gerade problematisch – aber anders als beim Eichbaumsee noch nicht verboten. Die große Liegewiese und der schöne breite Sandstrand sind bei der Wärme natürlich trotzdem lohnenswert.
Zerkarien-Befall beim See hinterm Horn
Probleme gibt es auch beim See hinterm Horn in Allermöhe. Dort hat das Hygiene-Institut leider wieder Zerkarien im Wasser nachgewiesen. Die Saugwurm-Larven können beim Menschen eine juckende Badedermatitis auslösen. Das Baden ist zwar nicht verboten, aber Vorsicht ist geboten. Wer unsicher ist, kann an den Hohendeicher See ausweichen, dort ist die Wasserqualität gerade gut.
Boberger See: Entwarnung, aktuell gute Wasserqualität
Der Boberger See hat sich hingegen erholt. Dort gab es Anfang Juli ein Badeverbot wegen Blaualgen, aber aktuell kann dort wieder bedenkenlos geschwommen werden.
Zerkarien auch im Naturbad Kiwittsmoor
Im Naturbad Kiwittsmoor gibt es Zerkarien und der Betreiber tut viel, um sie einzudämmen. Trotzdem wird empfohlen, nach dem Baden sofort zu duschen und sich gut abzutrocknen. Empfindliche Menschen sollten lieber nicht ins Wasser gehen.
Immer gesperrt: Der Neuländer See
Immer verboten ist übrigens das Baden in einem von Hamburgs größten Seen: Am Neuländer See im Bezirk Harburg darf wegen der Tiefe und gefährlicher Strömungen nicht geschwommen werden. Am Außenmühlenteich (Wilstorf) ist das Baden zwar nicht ausdrücklich verboten, aber das Wasser wird dort nicht regelmäßig beprobt, es gibt keine offizielle Badestelle und keine Aufsicht.
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