Bittere Absage von Charity-Gala in Hamburger Hotel: Jetzt spricht der Vereins-Chef!

Die Gala hätte im „Atlantic“ stattfinden sollen. Der Veranstalter Dirk Rosenkranz hat mit der MOPO über die Absage gesprochen.
Die Gala hätte im „Atlantic“ stattfinden sollen. Der Veranstalter Dirk Rosenkranz hat mit der MOPO über die Absage gesprochen.

Sie wollte Spendengelder zur Unterstützung von Schwerkranken sammeln, doch daraus wurde nichts: Die Deutsche Muskelschwund-Hilfe musste eine geplante Charity-Gala im „Hotel Atlantic“ absagen – weil es zu wenige Anmeldungen gab! Jetzt hat der Vereins-Chef mit der MOPO über die bittere Absage gesprochen.

Beratung und Unterstützung von Menschen mit Muskelschwund und deren Angehörigen: Dieses Angebot will die Deutsche Muskelschwund-Hilfe (DMH) aus der Hamburger Altstadt allen Betroffenen kostenlos anbieten. Dafür ist der Verein, dessen Schirmherr Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist, auf Spendengelder angewiesen. Die wollte die DMH auf der Charity-Gala „Night of the Butterflies“ am 1. November sammeln – doch am Dienstag sagte der Verein das Event ab: zu wenige Anmeldungen.

„Atlantic“ wollte Teile des Eintrittsgeldes an DMH spenden

„Die Leute sind sehr verhalten, sagen oft erst kurzfristig zu“, erklärt der Vereinsvorsitzende Dirk Rosenkranz gegenüber der MOPO. „Es war in den vergangenen Jahren auch nicht leicht, Tickets zu verkaufen. Besonders bei Charity-Veranstaltungen wissen die Leute oft nicht, was sie erwartet. Aber dieses Jahr waren es so wenige Anmeldungen, dass das ,Atlantic‘ sich in Absprache mit uns gezwungen sah, das Event abzusagen.“

Vielleicht war der Termin auch unglücklich gewählt, mutmaßt Rosenkranz: Der 1. November liegt noch in den Schulferien.

Bislang waren jedes Jahr etwa 200 Besucher da, kauften sich Eintrittskarten für die Gala und Lose für die Tombola. 290 Euro kostete ein Ticket dieses Jahr, wovon das „Atlantic“ als Veranstalter einen Teil an die DMH spenden wollte.

Muskelschwund-Hilfe überdenkt das Konzept

Dafür sollte der Hamburger Soulsänger Dennis Durant mit Band live auftreten. Bei der Tombola gab es unter anderem einen Kurzaufenthalt in einem Fünf-Sterne-Hotel auf Mallorca und Schmuckstücke aus 18-karätigem Gold zu gewinnen. Die Erlöse aus dem Losverkauf wären komplett an den Verein gegangen.

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Wie soll es nun weitergehen? Das Team des Hotels habe mit großem Einsatz daran gearbeitet, den Charity-Abend zugunsten muskelkranker Menschen zu einem besonderen Ereignis zu machen, so Rosenkranz. Nun will die DMH mit dem „Atlantic“ besprechen, was sich im nächsten Jahr ändern soll – oder welche Alternativen es gibt. „Wir müssen das Konzept nochmal neu denken“, sagt der Vorsitzende.

Wer als Organisation oder Privatperson die DMH unterstützen möchte, findet Informationen auf muskelschwund.de und auf dem Instagram-Account deutsche_muskelschwund_hilfe. Spendenkonto: Hamburger Sparkasse, IBAN: DE66 2005 0550 1230 1250 05.

Sie wollte Spendengelder zur Unterstützung von Schwerkranken sammeln, doch daraus wurde nichts: Die Deutsche Muskelschwund-Hilfe musste eine geplante Charity-Gala im „Hotel Atlantic“ absagen – weil es zu wenige Anmeldungen gab! Jetzt hat der Vereins-Chef mit der MOPO über die bittere Absage gesprochen.