Hamburg
Bis zu 36 Grad in der Kabine: Warum Hamburgs S-Bahnen im Sommer zur Hitzeprobe werden
Sauna auf Schienen: Bei mehr als 30 Grad wird die Fahrt in der S-Bahn zur Hitzeprobe. Die MOPO hat den Selbsttest gemacht – und verrät, mit welchem einfachen Trick man die klimatisierten Züge findet.
Mehr als 30 Grad, die Hamburger S-Bahn entwickelt sich zur Sauna – von einer Klimaanlage keine Spur. Die Luft ist stickig, dazu versagt auch noch das 72-Stunden-Deodorant des Sitznachbarn. Endlich gehen die Türen auf und etwas kühle Luft erfrischt das Abteil.
Während unseres Tests auf der Fahrt mit der S7 nach Allermöhe erhitzte sich die Kabine dabei auf tropische 36 Grad – obwohl es draußen zur Fahrtzeit gerade einmal 30 Grad waren. Nur die Fenster waren geöffnet, eine Klimaanlage fehlte.
Diese S-Bahnen haben eine Klimaanlage
Jede:r Hamburger:in kennt das – mal hat man Glück und sitzt in einer gut gekühlten Bahn auf dem Weg nach Hause, ein anderes Mal fühlt man sich wie in einer Fritteuse.
Eigentlich sind die S-Bahnen der Deutschen Bahn mit Klimaanlagen ausgestattet – doch besonders bei den älteren Modellen fehlen sie häufig. In den 112 alten Zügen der Baureihe 474 können Fahrgäste ausschließlich die Fenster öffnen. Bei den 82 Zügen der Baureihe 490 soll die Anlage an Tagen ab 27 Grad die Temperaturen um sechs Grad herunterkühlen, wie die Deutsche Bahn auf ihrer Internetseite erklärt.
Dabei verbrauchen die Klimaanlagen eine Menge an Energie – rund ein Sechstel der Fahrzeugenergie wird benötigt. „Die Klimaanlagen werden regelmäßig gewartet und umfassend geprüft“, versichert eine Bahnsprecherin der dpa. Sollten die Geräte allerdings ausfallen, fahren die Züge dennoch weiter.
Neu vs. Alt: Wie erkenne ich welche Bahn?
Ob man nun in einem der älteren Modelle sitzt, lässt sich mit diesen kleinen Tipps genauer feststellen: Die älteren Modelle sind meist in drei separate Wagen unterteilt, während die neueren Züge schlauchartig durchgängig sind.
Auch bei der Gestaltung des Frontdesigns kann der Unterschied erkannt werden: Dieses erinnert bei den neueren Modellen an ein silbernes „H“, während die älteren Modelle deutlich eckiger sind.
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Wer am Bahnsteig also das silberne „H“ einfahren sieht, hat eventuell den Jackpot geknackt – alle anderen müssen wohl oder übel weiter schwitzen.
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