Bilderbuch-Fischerdorf & Co: Ausflugstipps rund um Hamburg

Ole Liese
Gut Panker ist das ideale Ziel für einen Herbstausflug.

Auf dem Land ist nichts los? Das stimmt ganz und gar nicht. Vor allem zur Erntezeit lohnt sich ein Ausflug in die Umgebung. Wir haben einige der schönsten Dörfer rund um Hamburg herausgesucht und verraten, was man dort unternehmen kann.

Ausflug ins Bilderbuch-Fischerdorf

Gothmund
Seit Jahrhundert fast unverändert: Das Fischerdorf Gothmund bei Lübeck.

Jedes Haus ist reetgedeckt, im gesamten Dorf scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Versteckt liegt das Fischerdorf Gothmund an der Trave, seit Jahrhunderten fast unverändert. Sogar einen kleinen Fischereihafen gibt es noch. Ein Spazierweg mit Blick auf den Fluss führt durch das Dorf, das viele Künstler in ihren Bildern festhielten. Sogar einen kleinen Fischereihafen gibt es noch, aber keine Einkehrmöglichkeiten – also am besten Proviant für ein Picknick mitnehmen. Die meisten Hausbesitzer leben nicht mehr vom Fischfang, sondern arbeiten im nahe gelegenen Lübeck und angeln – wenn überhaupt – nur noch zum Vergnügen.

Markt mit Museum

Die historische Wassermühle von 1778 gehört zum Museum Molfsee
Die historische Wassermühle von 1778 gehört zum Museum Molfsee

Alte Bauernhäuser, Scheunen, dörfliche Handwerksbetriebe und Katen: Molfsee ist ein Dorf, in dem die Zeit stehen geblieben ist – und zwar mit voller Absicht. Die ganze Anlage ist ein südlich von Kiel gelegenes sehenswertes Freilichtmuseum. Im November und Dezember lädt das Museum zum Feuer am Kamin und zu verschiedenen vorweihnachtlichen Veranstaltungen wie Sternebasteln ein.

Stopover in Marxen

Lindenhof Marxen
Der Lindenhof in Marxen ist schon in der siebten Generation im Familienbesitz.

Fachwerkhöfe mit großen Pferdekoppeln, Bauerngärten und ein Restaurant, das einen Besuch wert ist. Das Landhaus „Zum Lindenhof“ in Marxen, nördlich der Lüneburger Heide gelegen (Hauptstraße 18, 21439 Marxen in der Nordheide, Mi bis Fr 17 bis 23 Uhr, Sa/So 9 bis 23 Uhr), hat eine lange Tradition. Bereits seit 1798 ist es im Dorf verankert und mittlerweile in der siebten Generation in Familienbesitz. Modern und gemütlich zugleich wird hier gehobene norddeutsche Küche serviert – und übernachten kann man im Lindenhof auch. Im November und Dezember ist Gänsezeit im Lindenhof.

Reet-Idyll an der Ostsee

Siggeneben
Verstecktes Idyll: Das kleine Dorf Siggeneben in Ostholstein.

Siggeneben ist so klein, dass es gar nicht so leicht zu finden ist. Nur eine schmale Straße führt zu dem Dorf in der Nähe von Grube in Ostholstein, das nur aus wenigen weißen reetgedeckten Häusern besteht. Eines ist schöner als das andere, alle haben Gärten mit Blumen und alten Obstbäumen. Früher war Siggeneben ein Landarbeiterdorf und gehörte zum Gut Rosenhof. Heute sind die Häuser meist in Privatbesitz und können als Ferienhaus gemietet werden. Von hier sind es nur etwa drei Kilometer bis an die Ostsee. Eine kurze Radtour führt zum Beispiel zum Rosenfelder Strand.

Gut mit Geschichte

Gut Panker ist zwar kein Geheimtipp, aber immer wieder einen Ausflug wert. Zum einen lässt es sich hier entspannt durch die ausgefallenen Läden und Galerien bummeln, zum anderen kann man im Restaurant „Ole Liese“ sehr gut essen. Für einen Spaziergang über die Felder mit Blick bis zur Ostsee ist die hügelige Umgebung der Holsteinischen Schweiz gut geeignet. Weil es hier so schön ist, lohnt sich eine Übernachtung vor Ort und ein zweiter Tag in Panker.

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Nur eine Autostunde von Hamburg: Ateliers im Bauernhaus

Satemin Wendland
Zu den schönsten Rundlingsdörfern im Wendland gehört Satemin.

Dünn besiedelt, aber zugleich eine hohe Dichte von Künstlern und Kunsthandwerkern, die ihre Ateliers häufig in renovierten Bauernhäusern haben, das macht das Wendland aus. Typisch für die etwa eine Autostunde südöstlich von Hamburg gelegene Region an der Elbe sind die Rundlingsdörfer. In Lübeln informiert ein Museum über Entstehung und Geschichte der Rundlinge. In Satemin, dem Nachbarort, kann man im Markthof, einem zum Hotel umgebauten Bauernhof, einkehren. Wer noch mehr sehen möchte, macht sich mit dem Rad auf zur Rundtour zu den Rundlingsdörfern.

Dorf mit Schlei-Blick

Sieseby
Sieseby an der Schlei ist als Flächendenkmal geschützt.

Fachwerkhäuschen, Rosen in allen Farben, die Schlei immer im Blick. Sieseby, erstmals 1267 urkundlich erwähnt, ist ein Bilderbuchort und steht seit 25 Jahren als Flächendenkmal unter Schutz. Sehenswert ist neben den Reetdachhäusern auch die Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert. Schöne Aussichten garantiert der Spazierweg entlang der Schlei zum Gut Bienebek. Besondere Mitbringsel kann man im „Kunsthuset Sieseby“ (Mi bis So 11 bis 18 Uhr) bekommen – Keramik, Goldschmiedearbeiten und weiteres Kunsthandwerk aus der Region. Traditionelle Gerichte gibt es im Gasthaus „Alt Sieseby“ (Mi bis Fr 17 bis 23 Uhr, Sa/So 12 bis 23 Uhr).

Auf dem Land ist nichts los? Das stimmt ganz und gar nicht. Vor allem zur Erntezeit lohnt sich ein Ausflug in die Umgebung. Wir haben einige der schönsten Dörfer rund um Hamburg herausgesucht und verraten, was man dort unternehmen kann.