Bezirk in seltener Einigkeit: Senat soll Zukunft der Wildtierstation sichern
Die Wildtierstation in Bergedorf soll künftig als städtische Auffangstation gefördert werden. Das hat zumindest die Bezirksversammlung fast einstimmig beschlossen. Über das weitere Vorgehen soll nun der Senat entscheiden.
Die Wildtierstation des Tierrettungsvereins „Looki“ in der Straße Pollhof (Bergedorf) soll mit städtischen Mitteln gefördert werden. Das fordern die CDU und die Grünen in einem gemeinsamen Antrag. Dieser wurde am Donnerstag in der Bezirksversammlung Bergedorf mit seltener Einigkeit beschlossen: Alle Fraktionen – CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, Die Linke und AfD – stimmten dem Antrag zu. Nur die FDP enthielt sich mit zwei Stimmen.
Förderung könnte Existenz der Wildtierstation sichern
Der Beschluss wird nun an den Senat weitergeleitet. Als Leiterin der Umweltbehörde liegt die Entscheidung über den Antrag federführend bei der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne).

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Für den Verein wäre eine städtische Förderung wichtig. Denn die finanzielle Lage habe sich in letzter Zeit deutlich verschärft. In einer Mitteilung des Vereins heißt es: „Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation wurden Fördermittel knapper, und die Zukunft der Station stand zeitweise ernsthaft in Frage. Zwar konnte durch mediale Aufmerksamkeit und zahlreiche Spenden die Arbeit des Vereins vorerst bis zum Jahresende gesichert werden, doch die Situation bleibt angespannt.”
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In der Wildtierstation arbeiten rund 52 ehrenamtliche Helfer, die insgesamt etwa 500 Tiere betreuen. Viele der Tiere seien dauerhaft auf die Versorgung angewiesen und könnten nicht ausgewildert oder vermittelt werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Zu den betroffenen Tieren zählen unter anderem rund 20 Waschbären, zwölf Nutrias sowie fünf Igel mit Handicap. Hinzu kommen zahlreiche schwer kranke oder nicht vermittelbare Nutztiere, darunter etwa 25 Kamerunschafe, zwei Ziegen und rund 60 Hühner. (kla)
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