„Betreiberin untergetaucht“: Croque-Laden in Hamburg plötzlich dicht
Hausgemachte Croques und Snacks: Das Café im „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ in Winterhude hatte erst im Januar wieder eröffnet. Doch nun, nach nur drei Monaten, ist schon wieder Schluss. „Aus persönlichen Gründen“ schloss die Betreiberin ganz plötzlich die Türen – trotz laufenden Mietvertrags.
Das Café im „Magnus-Hirschfeld-Centrum“ (MHC), der Beratungsstelle für die queere Community, ist ein beliebter Treffpunkt – eigentlich. Denn urplötzlich blieben die Türen der „Croquerie Queer“ im Borgweg 8 (Winterhude) zu. „Wir müssen euch leider mitteilen, dass wir aus persönlichen Gründen, dauerhaft schließen müssen. Ganz herzlichen Dank für eure Unterstützung und die vielen schönen Momente!“, heißt es auf der Instagram-Seite der Croquerie.
„Croquerie Queer“ in Hamburg plötzlich geschlossen
„Die Mieterin hat uns Ostermontag mitgeteilt, dass sie das Café ab sofort nicht mehr betreibt. Die genauen Gründe kennen wir auch nicht“, sagt Jan-Ole Daniel (38), Geschäftsführer des „Magnus-Hirschfeld-Centrums“, zur MOPO. „Nun ist sie allerdings quasi untergetaucht, trotz laufenden Mietvertrags.“ Auch auf eine MOPO-Anfrage kam bisher keine Rückmeldung.

Dabei hatte die „Croquerie Queer“ erst im Januar Eröffnung gefeiert. Hier gab es die Baguettes mit Salami, Schinken oder sogar mit Frikadelle und Bratfisch, außerdem Kleinigkeiten wie Kartoffelsuppe und Salate. Das ganze Jahr 2025 stand das Café vorher leer, bis das „Magnus-Hirschefeld-Centrum“ endlich eine Betreiberin gefunden hatte.
„Wir haben deutlich gemerkt, wie sehr sich die Menschen darüber gefreut haben, hier endlich wieder essen zu können“, sagt Jan-Ole Daniel.
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Nun wird schon wieder ein Nachfolger gesucht. „Wir hoffen sehr, dass sich zeitnah eine passende Person findet, die diesen wichtigen Ort weiterführt“, so Daniel. An zu wenig Umsatz könne es seiner Meinung nach nicht gelegen haben: „Das zeigt unser großer, fester Gruppenstamm, der sich regelmäßig bei uns trifft und für verlässlichen Umsatz sorgt.“ (sir)
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