Dieses Bild des Wolfs konnte ein Anwohner schießen, als das Tier durch seinen Garten lief.

Dieses Bild des Wolfs konnte ein Anwohner schießen, als das Tier durch seinen Garten lief. Foto: Privat.

Hier streift er durch einen Garten: Das ist der Hamburger Wolf

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Nun ist es sicher: In den Hamburger Elbvororten wurde am Wochenende tatsächlich ein Wolf gesichtet. Das bestätigte nun die Umweltbehörde. Ein Wolfsexperte der TU Dresden, Norman Stier, hat ein Video und ein Foto des Tieres von Anwohnern ausgewertet, und ist sich sicher.

Damit ist bestätigt, was Anwohner und Passanten seit Samstag immer wieder gemeldet hatten. Die ersten Sichtungen gab es in Blankenese – im Sven-Simon-Park sowie im Schinkelspark am Falkensteiner Ufer. Am Sonntagvormittag wurde das Tier dann im Bereich des S-Bahnhofs Othmarschen beobachtet, am Sonntagnachmittag im Bereich Nienstedten.

Hamburg: Wolf kam versehentlich in die Stadt

Nach Einschätzung von Experten geht von dem Wolf derzeit keine unmittelbare Bedrohung für Menschen aus, so die Behörde. Das Tier habe am Wochenende ein stark ausgeprägtes Fluchtverhalten gezeigt, äußerst scheu reagiert und sich sofort zurückgezogen, sobald Menschen oder Hunde seinen Weg kreuzten.

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Höchstwahrscheinlich handelt es sich laut der Fachleute um einen Welpen in der Abwanderungsphase von seinem Rudel. Wölfe legen auf der Suche nach einem eigenen Revier weite Strecken zurück. Die Naturschutzexperten der Umweltbehörde gehen davon aus, dass das Tier versehentlich so weit ins Stadtgebiet gelaufen ist und nun selbstständig wieder einen Weg aus der Stadt sucht. „Die ungewohnte urbane Umgebung bei Tag bedeutet für das Tier enormen Stress, da Wölfe den Kontakt zu Menschen und Hunden grundsätzlich meiden”, so der Sprecher.

Wolf in Hamburg: Ruhe bewahren!

Und wenn Hamburger dem Wolf nun doch begegnen? Ruhe bewahren, raten Experten. Empfohlen wird, stehen zu bleiben, Abstand zu halten, sich durch Klatschen bemerkbar zu machen und dem Tier die Möglichkeit zu geben, sich zurückzuziehen. Hundehalter in Rissen, Sülldorf, Blankenese, Iserbrook, Nienstedten, Groß Flottbek und Othmarschen werden gebeten, ihre Tiere vorsorglich anzuleinen.

Beobachtungen sollen an die Notfallhotline 0174 6330335 oder per Mail an wolfsberatung@bukea.hamburg.de gemeldet werden, so die Behörde – denn weitere Sichtungen sowie Foto- oder Videomaterial seien für das Monitoring wichtig. Das Bild des Wolfs oben machte ein Anwohner in den Elbvororten, als das Tier morgens durch seinen Garten streifte.

Seit 2013 wurden in Hamburg insgesamt 21 Wolfsnachweise eindeutig bestätigt. Zuletzt wurde Mitte März ein verendeter Wolf auf der A25 in Höhe der Auffahrt Curslack nach einem Wildunfall gefunden. (mp)

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