Das mit Graffiti beschmierte Denkmal vor dem Altonaer Rathaus

Das Mahnmal „Black Form – Dedicated to the Missing Jews“ auf dem Platz der Republik wurde mit Graffiti besprüht. Foto: Mithat Capar

„Schrecklich und beschämend“: Holocaust-Mahnmal in Altona beschmiert

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Fünfeinhalb Meter lang, zwei Meter hoch, zwei Meter breit: Das „Black Form – Dedicated to the Missing Jews“ auf dem Platz der Republik in Altona-Altstadt ist kaum zu übersehen. Nun ist das Mahnmal mit bunter Graffiti beschmiert worden. Das Bezirksamt Altona zieht Konsequenzen.

„Die Beschmierung eines Holocaust-Denkmals ist schrecklich und beschämend“, kritisiert Mithat Çapar. Ein Bürger hatte das Büro des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten darauf hingewiesen, dass das Holocaust-Denkmal vor dem Altonaer Rathaus stark beschmiert worden war. Tatsächlich prangen große, bunte Graffiti-Zeichen auf dem „Black Form“-Denkmal. Dieses steht seit 1989 auf dem Platz der Republik und ist den Altonaer Jüdinnen und Juden gewidmet, die während des Nationalsozialismus vertrieben und ermordet wurden.

Bezirksamt erstattet Anzeige bei der Polizei

Das Bezirksamt Altona habe keine Kenntnis darüber, wann und von wem die Schmierereien verursacht wurden, erklärte Bezirksamtssprecher Mike Schlink der MOPO. „Grundsätzlich gilt, dass solche Graffiti nicht akzeptabel sind – schon gar nicht auf Holocaust-Denkmälern.“

Deswegen werde das Bezirksamt die Beschmierung nicht nur entfernen und ein Abwaschen erlassen, sondern auch Anzeige bei der Polizei erstatten. „Das Bezirksamt wird diesen jüngsten Vorfall auch zum Anlass nehmen, um mit der Bezirkspolitik im entsprechenden Fachausschuss über das Thema zu sprechen und zu beraten“, so Schlink.

Çapar: Taten dürfen nicht hingenommen werden

Auch Çapar verurteilt die Beschmierung ausdrücklich: „Ein Ort des Erinnerns an die Opfer des Holocaust darf niemals Ziel von Respektlosigkeit, Verrohung oder antisemitischem Hass werden. Gerade in einer Zeit, in der jüdisches Leben wieder verstärkt bedroht wird, müssen wir als Gesellschaft klar Haltung zeigen.“ Solche Taten dürften nicht hingenommen werden, so der SPD-Politiker, der bis 2025 Mitglied der Bezirksversammlung Altona war. „Das Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus zu schützen, ist und bleibt unsere gemeinsame Verantwortung.“

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