„Bei Olympia wurde es ausgelassener“
Er ist in seinem Sport schon jetzt ein ganz Großer – nicht nur wegen seiner 1,98 Meter. Uni-Weltmeister Mika Sosna (22), Hamburgs Sportler des Jahres, ist einer von weltweit nur 39 Diskuswerfern, die in der Geschichte dieser Disziplin ihr Sportgerät weiter als 70 Meter warfen.
1. Wenn Sie einen Tag alles in Hamburg entscheiden könnten, worum würden Sie sich kümmern?
Um die nachhaltige Weiterentwicklung des Sports. Die Active City ist schon auf einem sehr guten Weg, den Breiten- und Spitzensport zu stärken. Aber ich sehe noch großes Potenzial darin, den Bau eines modernen Olympiastützpunkts weiter zu beschleunigen und die sportliche Infrastruktur insgesamt auszubauen. Außerdem würde ich mich dafür einsetzen, dass wir eine sportorientierte Universität bekommen.
2. An welchem Ort in Hamburg geht Ihnen das Herz auf und warum?
Auf der Jahnkampfbahn im Stadtpark – besonders im Sommer. Natur, Ruhe, sportliche Aktivität, eingebettet zwischen Stadtpark und Planetarium – das ist kaum zu übertreffen.
3. Welches ist Ihr liebstes Hamburg-Klischee – und was ist dran?
Die hanseatische Zurückhaltung. Dieses ruhige und unaufgeregte Auftreten wird oft missverstanden, hat aber eine sehr angenehme Bodenständigkeit und Verlässlichkeit.
4. Welcher Hamburger Stadtteil ist der schönste und warum?
Winterhude. Die Nähe zur Alster und zum Stadtpark, verbunden mit der hohen Lebensqualität und meinem Trainingsumfeld, machen diesen Ort für mich besonders.
5. Welche drei Dinge machen Sie glücklich?
Der Sport, meine Familie und die Möglichkeit zu reisen. Gerade als Leistungssportler erlebt man viele besondere Orte und Begegnungen, die einen persönlich wachsen lassen.
6. Worüber mussten Sie zuletzt richtig lachen?
Im Trainingslager in Portugal hat uns mein Trainer vor einer Klippe eindringlich vor Baumwurzeln gewarnt, nur um im nächsten Moment selbst darüber zu stolpern und beinahe abzurutschen. Der erste Schreck war groß, aber im Nachhinein konnten wir uns vor Lachen kaum halten.
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7. Welche TV-Sendung schauen Sie gerne und schämen sich ein bisschen dafür?
Temptation Island. Inhaltlich fragwürdig, aber erstaunlich unterhaltsam. Eignet sich gut, um nach intensiven Trainingstagen einfach abzuschalten.
8. In welchem Laden hatten Sie Ihren schlimmsten Absturz?
Als Leistungssportler halte ich meinen Alkoholkonsum sehr gering. Der letzte Anlass, bei dem es etwas ausgelassener wurde, waren die Olympischen Spiele in Paris. Ich denke, das war durchaus gerechtfertigt.
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