Hamburg

Behörde greift durch: Erste Schrott-Kanus am Alsterufer abgeschleppt

Zwei Arbeiter in Warnwesten schneiden im Freien einen Baumstamm mit einem Winkelschleifer, Funken sprühen.
Zwei Arbeiter flexen ein Schrottkanu los.

Die Stadt hat vor rund zwei Monaten offizielle Verbotsschilder gegen die Lagerung von Kanus am Alsterufer aufgestellt. Jetzt wurden die ersten entfernt.

Nach einer Schonfrist greift die Stadt jetzt durch: Die ersten Schrott-Kanus wurden am Donnerstag vom Alsterufer entfernt. Dort hatten die alten Boote seit Jahren für Schäden an der Vegetation gesorgt und daher auch die Wasservögel beim Brüten gestört. Wer sein Boot vermisst, muss es nun gegen eine Gebühr auslösen.

Ob Kanu, SUP oder Kajak – Wassersportgeräte dürfen am Ufer der Alster nicht mehr gelagert werden. Mehr als 800 Boote haben sich hier inzwischen angesammelt. Seit Mitte Mai ist das an folgenden Stellen offiziell über eine Allgemeinverordnung verboten:

  • Barmbeker Stichkanal (Barmbek)

  • Eppendorfer Mühlenteich (Eppendorf)

  • Goldbekkanal (Winterhude)

  • Kuhmühlenteich (Uhlenhorst)

Die Besitzer der Boote hatten sechs Wochen Zeit, um sie rechtzeitig zu entfernen. Jetzt hat eine externe Firma aus Neuenfelde damit begonnen, Schlösser aufzuflexen und die Wassersportgeräte einzulagern.

Zwei Personen sichern ein kleines Boot mit Seilen am Flussufer.
Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne, l.) und Nord-Bezirksamtschefin Bettina Schomburg knacken das Schloss eines Schrott-Kanus.

Wer sein Boot abholen möchte, muss dafür einen Termin machen, mit Fotos oder Kaufbelegen den Besitz nachweisen und in bar die Gebühren und Lagerungskosten begleichen. Ansonsten wird das Gerät nach etwa einem halben Jahr entsorgt.

Informationen dazu gibt es direkt über die QR-Codes auf den Schildern vor Ort oder beim Bezirksamt Nord. Weitere Abschleppaktionen sollen in den nächsten Tagen folgen. (mp)



Kommentare öffnen