Ein gelber Baukran mit Kabine und Haken vor blauem Himmel.

Ein Baukran steht still (Symbolbild). Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer

Bauskandal in Hamburg: Zahlreiche Käufer geprellt – Staatsanwalt ermittelt

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Es geht um Geldwäsche, geprellte Bürger, Prominente, die sich die Taschen vollmachten, und Häuser, die es nur auf dem Papier gab und die nie gebaut wurden: Die Hamburger Staatsanwaltschaft führt Ermittlungen in einem handfesten Bauskandal, der mehrere Stadtteile betrifft.

Wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, laufen die Ermittlungen bereits seit 2022. Sie betreffen einen Architekten und den Verantwortlichen einer Vermögensverwaltungsgesellschaft, teilte die Behörde mit. Zuvor hatte das „Abendblatt“ berichtet.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Geldwäsche und Insolvenzverschleppung

Hinsichtlich des Architekten werde wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung sowie wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Bauforderungssicherungsgesetz ermittelt. Das Gesetz regelt, dass Baugelder vorrangig für das jeweilige Bauwerk – in diesem Fall ein Bauvorhaben an der Rennbahnstraße 148 (Marienthal) – ausgegeben werden. 

Darüber wird dem Architekten, der laut „Abendblatt“ Häuser in Sasel, Lokstedt, auf St. Pauli und in Klein Flottbek plante, Geldwäsche vorgeworfen. Dabei geht es laut Staatsanwaltschaft um die Zahlungsabwicklung des Kaufpreises aus einem notariellen Kaufvertrag.

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In dem zweiten Verfahren, das den Verantwortlichen einer Vermögensverwaltungsgesellschaft betrifft, geht es um den Verdacht der Beihilfe zur Insolvenzverschleppung. Auch hier steht der Vorwurf der Geldwäsche bei der Zahlungsabwicklung im Raum.

Bauskandal in Hamburg: Verjährung in einem Fall

Der Skandal hatte ursprünglich ein noch größeres Ausmaß. Denn auch zu einem weiteren Bauvorhaben in der Timmermannstraße (Winterhude) lag eine Anzeige gegen den zwielichtigen Architekten vor. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, war in diesem Fall zum Zeitpunkt der Anzeigenerstattung allerdings die Strafverfolgungsverjährung bereits eingetreten, sodass keine Ermittlungen aufgenommen wurden. (mp)

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