Bauherr gibt Neubauprojekt überraschend auf – und widmet sich einem Lost Place
Die großen Abrissbagger gegenüber des Busbahnhofs in Poppenbüttel sind fast fertig mit ihrer Arbeit. Gerade mal ein Drittel des alten Kundenzentrums vom Bezirksamt Wandsbek steht noch. Bauherr Otto Wulff hatte hier fast 140 Eigentumswohnungen geplant – nun kommt es überraschend anders. Warum das gerade für Hamburger mit wenig Geld keine schlechte Nachricht ist und was das Unternehmen stattdessen plant:
Nebenan hat Otto Wulff bereits einen Büroturm, die „Unique Offices“ realisiert, wohin das Wandsbeker Kundenzentrum nun umgezogen ist. Auf der frei werdenden Fläche wollte das Unternehmen zusätzlich insgesamt 136 Eigentumswohnungen bauen – doch jetzt kommt es anders.
Sozial- statt Eigentumswohnungen im Hamburger Alstertal
„Die Marktsituation führt dazu, dass wir nicht alle Projekte gleichzeitig realisieren können. Daher kamen wir zu dem Schluss, zunächst das Büroprojekt umzusetzen und den Wohnungsbau an einem nahegelegenen Standort vorzuziehen“, sagt ein Sprecher von Otto Wulff auf MOPO-Anfrage.
Verkauft wurde das Grundstück an die PHP Gruppe, die hier statt Eigentumswohnungen ausschließlich Sozialwohnungen errichten wird. Die Vorgaben für das Gebäude, was Höhe und Grundfläche angeht, bleiben dabei dieselben.
Neuer Bauherr plant ausschließlich Sozialwohnungen
Da pro Wohnung allerdings weniger Fläche nötig ist, passen statt 136 insgesamt 144 Wohnungen in das Haus. Dies bestätigte ein Sprecher der Gruppe auf MOPO-Anfrage. Alle Wohnungen sollen barrierefrei und im energieeffizienten KfW40-Standard gebaut werden. In etwa zwei Jahren soll das Gebäude stehen.
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Interessant ist auch, worum sich Otto Wulff statt des Projekts parallel kümmern will: das Wohnungsvorhaben am Randelpark. Das Grundstück rund um das ehemalige Restaurant „Randel“ an der Poppenbütteler Landstraße ist nach dessen Schließung 2013 zum Lost Place geworden. Inhaber Stephan Randel verkaufte bereits vor Jahren einen Teil des riesigen Grundstücks, auf dem sich auch eine Tennisanlage befand, an Otto Wulff. Das Unternehmen wollte dort mindestens 50 Wohnungen bauen, nun scheint sich hier wieder etwas zu bewegen.