Basketballfeld auf dem Dach: Das steckt hinter den neuen Hammerbrook-Plänen

So sollen die Neubauten im nördlichen Hammerbrook einmal aussehen.
So sollen die Neubauten im nördlichen Hammerbrook einmal aussehen.

Aktuell wird die Spaldingstraße in Hammerbrook vor allem von dichtem Autoverkehr geprägt und bietet wenig bis gar keine Aufenthaltsqualität – doch das soll sich ändern: An der mehrspurigen Verkehrsader sollen gleich mehrere neue Gebäude entstehen, darunter ein sogenanntes „Stadtregal“ für die Öffentlichkeit und eine „Plaza“. Die MOPO stellt die Pläne vor – und sagt, wie Sie sich an den Planungen beteiligen können.

Der Bezirk Mitte bezeichnet das Planungsgebiet als „Eingang zur Innenstadt“, davon ist bislang allerdings noch nicht viel zu sehen: Autos brausen auf der mehrspurigen Einbahnstraße in Richtung B4 und in der parallel verlaufenden Nordkanalstraße finden sich hauptsächlich Büros, Hotels und Gewerbe. Dazwischen liegt das Neubauquartier Sonninpark.

Im nördlichen Hammerbrook sollen drei Neubauten entstehen

Das Projekt unter dem Namen „Hammerbrook 15“ liegt in einem 0,9 Hektar großen Planungsgebiet, das durch die Spaldingstraße, die Hammerbrookstraße und die Albertstraße begrenzt wird. Links und rechts neben der grauen S-Bahn-Trasse, auf der die S3 und die S5 von und aus Richtung Harburg fahren, sollen demnach drei Neubauten entstehen.

An der Spaldingstraße, wo heute hauptsächlich Brachflächen, Baustellen und Autos sind, sollen drei Neubauten entstehen.
An der Spaldingstraße, wo heute hauptsächlich Brachflächen, Baustellen und Autos sind, sollen drei Neubauten entstehen.

In den zwei Hochhäusern mit jeweils 18 und zehn bis 11 Etagen sind hauptsächlich Büros geplant. Im Erdgeschoss sollen im schönsten Verwaltungsdeutsch ausgedrückt „publikumsorientierte Nutzungen“ entstehen, wie zum Beispiel Gastronomie.

Dazu kommt ein sogenanntes „Stadtregal“, ein siebengeschossiges Gebäude mit ausschließlich öffentlichen Angeboten, wie Gastronomie, Sport- und Ausstellungsflächen. Auf der Visualisierung des Gewinner-Entwurfs mit dem Namen „Hammer Heart“ der JWA Architekten Berlin ist im oberen Bereich ein großes verglastes Sportfeld mit Basketball-Korb zu sehen.

Zwischen diesem „Stadtregal“ und dem 18-geschossigen Bürogebäude ist laut dem Bezirk außerdem noch eine „Plaza“ geplant. Trotz des hohen Verkehrsaufkommens soll hier ein „attraktiver Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität“ entstehen.

Öffentlichkeit kann sich bis zum 17. Juli beteiligen

Wann es mit den Bauarbeiten losgeht, steht noch nicht fest. Die Vorweggenehmigungsreife für den Bebauungsplan erwartet der Bezirk noch im August 2025. Bis zum 17. Juli können Bürgerinnen und Bürger die Pläne einsehen und dazu Stellung nehmen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

Online: Alle Unterlagen sind auf der Plattform „Bauleitplanung Online“ einsehbar. Dort kann auch direkt eine Stellungnahme abgegeben werden.

Vor Ort: Alle Unterlagen liegen im Bezirksamt Hamburg Mitte (Caffamacherreihe 1-3, 7. Stock, Flur B) aus. Eine Einsicht ist montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr möglich – oder nach Absprache mit dem Fachamt.

Per Mail: Rückmeldungen können ebenfalls per Mail an stadtplanung@hamburg-mitte.hamburg.de geschickt werden.

Die Rückmeldungen werden anschließend von einem Gremium geprüft und in die weiteren Entscheidungen einbezogen.